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Regionales Portal für Personalverantwortliche und Newcomer

Startseite unter www.welcome.mittelhessen.eu

Ab sofort haben Personalverantwortliche in Mittelhessen, aber auch neuankommende Arbeitskräfte in der Region eine neue Anlaufstelle im Netz: Über das Portal welcome.mittelhessen.eu, das zur Gruppe der von der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH (RMG) betreuten Websites gehört, stehen Angebote zur Verfügung, die zum einen die Willkommenskultur für Fach- und Führungskräfte fördern sollen, zum anderen aber auch allgemein Themen im Bereich Human Ressources zum Gegenstand haben. Das Projekt reiht sich damit ein in die Folge von unterstützenden Maßnahmen, mit denen die RMG gemeinsam mit dem von ihr organisierten Arbeitskreis Willkommenskultur mittelhessische Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften unterstützen will.

Digitale Welt braucht digitale Bildung

Die Beteiligten des Bildungsforums beim Gruppenbild (von links: Dr. Martin Pott (HWK Wiesbaden/Leiter des Netzwerks Bildung), Prof. Dr. Marianne Friese (Justus-Liebig-Universität Gießen), Claudia Wehrle (hr info), Alexander Sperl (Justus-Liebig-Universität Gießen), Dr. Gerd Hackenberg (IHK Lahn-Dill), Tino Zenker (Brüder-Grimm Schule Gießen), Kerstin Gromes (Staatliches Schulamt Gießen-Vogelsberg), Stefan Deibel (Lück Gruppe), Terence Hielscher (MoBerries GmbH), Jens Ihle (Regionalmanagement Mittelhessen GmbH), Sabine Köhler-Lindig (Gießener Anzeiger)

Mittelhessen positioniert sich auf dem 5. Bildungsforum als „Bildungsregion 4.0“

Ob in Schule, Hochschule oder der betrieblichen Ausbildung, die Bildung müsse der Entwicklung hin zur Digitalisierung folgen. Darin waren sich die Experten beim 5. Mittelhessischen Bildungsforum einig, das vor kurzem auf Einladung des Netzwerks Bildung im Regionalmanagement Mittelhessen stattfand. Den über 100 Fachleuten, die im Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität zusammen gekommen waren, war aber auch klar, dass dies nur funktionieren kann, wenn von Anfang an Medienkompetenz aufgebaut und von allen Beteiligten gelebt wird. Das Bildungsforum war in seiner vernetzender Funktion ein erster Schritt zu einer „Kompetenzregion Bildung 4.0“.

„65 Prozent der heutigen Schulkinder werden in Jobs arbeiten, die es heute noch gar nicht gibt“, berichtete Terence Hielscher vom Berliner StartUp MoBerries GmbH über eine Studie und warf damit einen Blick in die Zukunft von Bildung: „Weil es so schnell veraltet, können wir gar kein technisches Wissen vermitteln, entscheidend ist das kulturelle Wissen“. Um das zu üben, plädierte er für fachübergreifende Team-Projektarbeiten an Schulen; statt nachzuahmen komme es darauf an, selbstständig denken und bewerten zu üben. Hielscher zeigte überdies Trends, die in anderen Ländern längst Wirklichkeit sind wie personalisiertes Lernen, das unabhängig vom Ort des Lernenden stattfinden kann. Er prophezeite, dass bereits im Jahr 2020 digitale Intelligenz Bewerber besser bewerten könne als Menschen.
Dass die digitale Arbeitswelt auch vor Ort Einzug längst gehalten hat, zeigten drei heimische Praktiker. Claudia Coburger-Becker vom Regierungspräsidium Gießen berichtete, dass die Einführung der digitalen Akte nicht nur auf Gegenliebe gestoßen ist. „Mit ihr geht es aber für alle Beteiligten schneller und leichter, und ermöglicht eine viel bessere Kommunikation mit Bürgern“. Das neue System habe gezeigt, dass die Kompetenz wichtiger als die Technik sei. Diese Erkenntnis bestätigte Dr. Max Rempel vom Mittelhessischen Druck- und Verlagshaus: „Die Zukunft erfordert Datenkompetenz, kombiniert mit logischem Denken.“ Nicht zu vergessen sei jedoch aus seiner Sicht das wirtschaftliche Grundverständnis, Offenheit und Lernbereitschaft. Diese Eigenschaften sind auch in der Lück Gruppe gefragt, über die Stefan Deibel berichtete, dass die Bereitschaft zur Digitalisierung völlig altersunabhängig sei: „Unsere sechzigjährigen Handwerksmeister sind Vorreiter, wenn es darum geht, Neues auszuprobieren“ Trotz aller Digitalisierung sei das gemeinsame Voneinander-Lernen vor Ort aus seiner Erfahrung unverzichtbar.

In vier Foren kamen die Teilnehmer aus Schule, Hochschule, Aus- und Weiterbildung sowie Medien aus ganz Hessen übereinstimmend zum Ergebnis, dass Bedien-Kompetenz der Nutzer ebensowenig ausreiche, wie alle Räume mit Technik auszustatten. Dr. Manuel Lösel, Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium erklärte: „Wenn wir Schulen mit Breitband und Smartboards versorgen, muss auch das gesamte Kollegium fit gemacht werden. Denn der einzelne Lehrer bleibt in der Schule der entscheidende Faktor.“ Die von den Fachleuten des Netzwerks Bildung moderierten Foren zeigten insbesondere eine große Bereitschaft zum Austausch über die Grenzen der eigenen Institution hinweg. Dr. Gerd Hackenberg von der IHK Lahn-Dill, der das Bildungsforum zusammen mit einem Arbeitskreis vorbereitet hatte, erklärte: „Wir müssen uns und die Schüler, Auszubildende und Studierende auf die digitalisierte Welt vorbereiten. Das Wissen ist inzwischen jederzeit verfügbar, wir müssen jetzt an den Kompetenzen arbeiten, um in der digitalisierten Arbeitswelt bestehen und diese aktiv gestalten zu können.“ Der Leiter des Netzwerks Bildung, Dr. Martin Pott von der Handwerkskammer Wiesbaden bot der Politik, aber auch den Bildungsträgern die Zusammenarbeit an: „Wir haben heute den Grundstein für ein „Kompetenzzentrum Bildung 4.0“ gelegt. Mit unserem Netzwerk haben wir die strukturellen Voraussetzungen, um Pilotprojekte im Bereich Medien- und Vermittlungs-Kompetenz zu beginnen.“

Alexander Sperl von der Justus-Liebig-Universität Gießen und Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing von der Philipps-Universität Marburg stellten in Ihrem Forum fest, dass der Stellenwert von Lehre in den Hochschulen ausgebaut werden kann. „Die Hochschulen bilden die Lehrer der Zukunft aus, die die Schüler der Zukunft ausbilden“, wies Sperl auf die Wichtigkeit der Hochschulen für die Bildungslandschaft hin. „Technisch sind wir gut ausgestattet“, erklärte Kerstin Gromes vom Staatlichen Schulamt Gießen-Vogelsberg, die Herausforderung bestehe in der Förderung der digitalen Kompetenz von Lehrkräften. Tino Zenker, selbst Lehrer an der Gießener Brüder-Grimm-Schuledie sieht Vorteile für die digitale Bildung: „Die schnelle Rückmeldung und die Individualisierung sind viel leichter als beim Frontalunterricht im Klassenverband.“ Einen weiteren Aspekt ergänzte das Forum rund um die Aus- und Weiterbildung: „Zur digitalen Bildung gehören auch das Wissen um Datenschutz und die Förderung des lebenslangen Lernens“, betonten Dr. Hackenberg und Prof. Dr. Marianne Friese von der Justus-Liebig-Universität Gießen in der von Claudia Wehrle (hr info) moderierten Abschlussrunde, die Medienkompetenz stehe aber im Mittelpunkt. „Dazu gehört auch der kritische Umgang mit Medien“, forderte Sabine Köhler-Lindig vom Gießener Anzeiger. Das Einordnen sei weniger eine Frage des Alters, sondern vielmehr des Bildungsstandes. „Damit kann man nicht früh genug beginnen!“

Der Standort Mittelhessen spricht jetzt international

Regionalmanagement stellt englischsprachigen Film und Website einen Tag vor dem Brexit-Antrag vor

Um die Vermarktung des Standortes Mittelhessen international zu verstärken, hat das Regionalmanagement Mittelhessen einen Tag vor dem Brexit-Antrag einen neuen englischsprachigen Film mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie die englischsprachige Website en.mittelhessen.eu vorgestellt. „Die Entwicklungen rund um den „Brexit“ waren Anlass, mehr Informationen über die Region in englischer Sprache anzubieten“, erläutert Jens Ihle, Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH. „Niemand steht glaubhafter für den Standort als diejenigen, die sich bereits für ihn entschieden haben. Wir sind deswegen sehr dankbar für die Experten aus Hochschule und Unternehmen, die über Mittelhessen aus Ihrer persönlichen Sicht sprechen.“ Sieben Persönlichkeiten äußern sich auf Englisch, darunter Peter Hanker, Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen, Markus Lusser, Präsident der Leica Microsystems GmbH (Wetzlar), Craig Shelanskey, Geschäftsführer der CSL Behring GmbH (Marburg), Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen und Jens Schmidt, Vorstand der Stadtwerke Gießen AG, die die Erstellung des Filmes durch ihr Sponsoring ermöglicht haben. „Die Stadtwerke Gießen sind gemäß ihres Mottos „Mit Energie. Für die Region“ eng mit Mittelhessen verbunden“, betont Schmidt. „Wir engagieren uns unter anderem als Mitglied im Verein Mittelhessen, dem Netzwerk innerhalb des Regionalmanagements und haben das Vorhaben gerne unterstützt.“

Die „Daten und Fakten“ von Mittelhessen existierten schon immer auf Englisch und wurden beispielsweise bei der internationalen Immobilienmesse „Expo Real“ in München eingesetzt. „Wir freuen uns, dass wir nun auch mit der englischen Version der Website en.mittelhessen.eu und einem völlig neuen Film über den Standort ausgerüstet sind“, betont Jens Ihle. „Wir zielen dabei nicht nur auf „Brexit-Flüchtlinge“, sondern wollen auch für Delegationen zeigen, dass wir international ansprechbar sind“. Dies wird deutlich durch die Aussagen der Unternehmer im Film „Central Hesse in the heart of Europe“: Dr. Peter Hanker (Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mittelhessen eG) verweist auf die kurzen Wege, die aufgrund der zentralen Lage in zwei Stunden 15 Millionen Kunden erreichbar machen. Prof. Dr. Joybrato Mukherjee (Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen) betont, dass der Hochschulraum Mittelhessen mittlerweile über 71.000 Studierende anzieht und laufend ausgebaut wird. Markus Lusser, Präsident der Wetzlarer Leica Microsystems GmbH spricht gerne international über Mittelhessen: „Wir entwickeln seit mehr als 160 Jahren optische Produkte. Man hört immer vom Silicon Valley. Ich beschreibe Mittelhessen bei meinen Reisen um die Erde gerne als „Optical Valley““.

Markus Lusser, Leica Microsystems: „Mittelhessen bietet beste Voraussetzung, um als Unternehmen zu expandieren“

Jens Schmidt erklärt, dass die Stadtwerke gute Netzwerke knüpfen können – sowohl in technischer Sicht als auch zwischen Menschen und Märkten, „und das gerne auf englisch!“ Craig Shelanskey, Geschäftsführer der australischen CSL Behring GmbH mit Sitz am Marburger Standort Behringwerke hat in den letzten zehn Jahren mehr als 600 Millionen Euro in Forschung und Produktion investiert und bekräftigt: „Die Investitionen sind ein sichtbarer Beweis für unsere Bindung an Marburg. Mittelhessen ist ein Schlüsselstandort für unser Unternehmen.“ Rolph Limbacher, Geschäftsführer der Kette DOMINO Friseur & Shop bezeichnet die berufliche Bildung als wichtigen Standortfaktor. Der Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Marburg verweist auf die mehr als 17.000 Auszubildenden: „Sie bilden als Fachkräfte die Grundlage für die Zukunft der Unternehmen.“ Dr. Seemun Ray kam 2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Sonderforschungsbereich Transregio 79 und forscht an Werkstoffen für die Geweberegeneration im erkrankten Knochen. „Mittelhessen ist sehr wichtig für mich geworden. Mit seiner weltoffenen Umgebung bietet die Region viele Möglichkeiten. Für mich ist Mittelhessen zur zweiten Heimat geworden.“

Wie die anderen hessischen Wirtschaftsförderungen, mit denen das Regionalmanagement eng kooperiert, geht man in Mittelhessen davon aus, dass die Branchen Finanzwesen und Versicherung als erstes auf den Brexit reagieren werden. Insbesondere für internationale Banken, die ihr Europa-Hauptquartier verlegen wollen, kommt in Hessen nur der Finanzplatz Frankfurt als Standort in Frage. Danach wird die Reaktion des Produzierenden Sektors erwartet, für den auch andere Regionen wie Mittelhessen in Frage kommen. Eine Studie der Hessen Trade and Invest belegt die wichtigsten Standortargumente für Unternehmen: Internationale Verkehrsanbindung, Zugang zum Deutschen und Europäischen Markt und Bankensystem, Infrastruktur und Lebensqualität. „Durch die Nähe zum internationalen Flughafen und in Kombination mit den Stärken von Mittelhessen können wir internationalen Unternehmen, die sich von England auf den Kontinent verlagern wollen, einen guten Standort bieten. Wir freuen uns auf Anfragen“ erklärt Jens Ihle abschließend.

Beteiligte Persönlichkeiten im Film:

  • Peter Hanker, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mittelhessen eG
  • Rolph Limbacher, Geschäftsführer der DOMINO Friseur & Shop GmbH & Co. KG Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Marburg
  • Markus Lusser, Präsident der Leica Microsystems GmbH (Wetzlar)
  • Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Seemun Ray, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich Transregio 79 - Werkstoffe für die Geweberegeneration im systemisch erkrankten Knochen an der Justus-Liebig-Universität Gießen / Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
  • Jens Schmidt, Vorstand der Stadtwerke Gießen AG
  • Craig Shelanskey, Geschäftsführer der CSL Behring GmbH (Marburg)

Mehr Deutschland-Stipendien aus der Region für mehr Fachkräfte

Gemeinsame Kampagne für mehr Deutschlandstipendien aus Mittelhessen: Monika Stöckl (THM), Iris Rubinich (UMR), Manuela Giorgis (DIE MARKETINGPROFILER), Stella M. Henne (JLU), Manuel Heinrich (Regionalmanagement Mittelhessen, v.l.n.r.)

Neue Kooperation der Mittelhessischen Hochschulen und Regionalmanagement

Mit dem Ziel, die Zahl der Deutschlandstipendien aus der Region für Studierende an den drei mittelhessischen Hochschulen zu erhöhen, kooperieren die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), die Philipps-Universität Marburg (UMR) und die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) mit dem Regionalmanagement Mittelhessen. Die gemeinsame Ansprache erfolgt erstmalig mit einem neu konzipierten Faltblatt und einer Kampagne: „Wir wollen das von der Bundesregierung kofinanzierte Stipendienprogramm bei Bürgern, Unternehmern und Ehemaligen noch bekannter machen, um weitere Stifter aus der Region zu gewinnen,“ erklärt Stella M. Henne, die Ansprechpartnerin an der JLU. „Die Investition in Köpfe lohnt sich: jeder Euro, den ein privater Förderer gibt, wird vom Bund verdoppelt“, betont Iris Rubinich, Fundraiserin der UMR. Monika Stöckl von der THM ergänzt: „Schon mit 150 Euro im Monat entsteht so ein Stipendium von 300 Euro, und die Stifter bestimmen, in welcher Fachrichtung oder welchem Studiengang die Förderung vergeben wird.“

Mittelhessen auf der W3+ Fair 2017: Standortwerbung und Fachkräftemarketing

20 Gäste aus sechs Ländern beim Business Matching Mittelhessen

Die vierte W3+ FAIR als interdisziplinäre Netzwerkmesse für Optik, Elektronik und Mechanik nutzte das Regionalmanagement Mittelhessen zur Standortvermarktung und zum Fachkräftemarketing. Die Messe mit über 180 Ausstellern, die am 21. und 22. Februar 2017 zum vierten Mal in der Rittal Arena Wetzlar stattfand, zog über 3.000 Besucher an. Das Regionalmanagement Mittelhessen, das sich von Beginn an für die Leistungsschau der regionalen Kernbranche stark gemacht hatte, präsentierte die Region zwei wichtigen Zielgruppen:

Zum Business Matching Mittelhessen konnten Geschäftsführer Jens Ihle und Regionalmanager Christian Piterek 20 Gäste aus sechs Ländern begrüßen, darunter die USA, Indien, Korea, China und Japan sowie England. Die internationalen Gäste waren hochrangige Abgesandte von Handelskammern, Wirtschaftsförderungen und der Diplomatie, unter anderem war der indische Generalkonsul Raveesh Kumar unter den Gästen. Nach einer Vorstellung der Messe durch Christoph Rénevier, Geschäftsführer des Veranstalters Fleet Events und der Region Mittelhessen fand ein Messerundgang mit intensivem Netzwerken statt. Kooperations-Partner der Veranstaltung und ebenfalls vor Ort vertreten war die hessische Wirtschaftsförderung Hessen Trade and Invest GmbH (HTAI).

Ebenfalls am zweiten Messetag fand der Students Day statt, dessen Teilnehmerzahl sich im Vergleich zum Vorjahr mit über 300 Fachschülerinnen und -schülern sowie Studierenden verdoppelt hatte. Manuel Heinrich, Pressesprecher des Regionalmanagements, stellte die Region vor und verschaffte den Nachwuchskräften so einen hilfreichen Überblick über persönliche Karrieremöglichkeiten in Mittelhessen. Auch die Besucher des Students Day besuchten die Unternehmen auf der Messe, die oftmals auf der Suche nach Bewerbern waren.

186 Unternehmen, Partner und Sponsoren stellten 2017 in der Rittal Arena aus, darunter 56 neue – ein Plus von 18 Prozent zum Vorjahr. Große Player, darunter Leica Microsystems, Carl Zeiss, Harmonic Drive und Pfeiffer Vacuum nutzten das interdisziplinäre Forum, um sich mit neuen Kontakten gut für die Zukunft aufzustellen. Für Hidden Champions bot die Veranstaltung die Chance, ihre oftmals international bekannten Produkte und Leistungen auch auf dem heimischen Markt zu präsentieren. 34 Prozent der Aussteller kamen aus der Optik, 20 aus der Elektronik, 28 aus der Mechanik und 24 Prozent boten Dienstleistungen aus den Bereichen an. Stammte bei der W3+ FAIR 2014 ein Großteil der Unternehmen noch aus dem Raum Mittelhessen, ist dies inzwischen ausgeglichen: 31 Prozent haben ihren Sitz in der Region, 41 Prozent in anderen Bundesländern und 28 Prozent im Ausland. Insgesamt waren Unternehmen und Organisationen aus 10 Ländern auf der Messe vertreten.

Regionale Breitbandberatung begleitet in die digitale Zukunft

Die mittelhessischen Breitbandberater Klaus Bernhardt (links) und Dennis Pucher mit Jens Ihle, Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH (Mitte)

Der kontinuierliche Ausbau des schnellen Internets wird in mittlerweile allen Kreisen Mittelhessens fortgeführt und durch die beim Regionalmanagement angesiedelte regionale Breitbandberatung begleitet. Ansprechpartner sind Klaus Bernhardt und Dennis Pucher, die nach einer Ausschreibung bereits im vierten Jahr als freie Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Breitbandbüro Hessen als Bindeglied in und für Mittelhessen agieren.

Regionalmanagement informierte über Karriere in Mittelhessen

Jens Ihle begrüßt die Besucher der Chance 2017 auf dem Mittelhessen-Stand, Foto: Katrina Friese
Jens Ihle begrüßt die Besucher der Chance 2017 auf dem Mittelhessen-Stand, Foto: Katrina Friese

Das Regionalmanagement Mittelhessen hat am vergangenen Sonntag und Montag auf der Bildungs-, Job- und Gründermesse Chance 2017 in den Gießener Hessenhallen über Karriere-Möglichkeiten in der Region informiert. Dabei ging es vor allem um die Themen Aus- und Weiterbildung in Mittelhessen sowie Studien-Möglichkeiten in der Region. Mitglieder des Arbeitskreises „Neue Wege in der Fachkräftesicherung“ unterstützten das Regionalmanagement, um Wiedereinstiegsmöglichkeiten ins Berufsleben, Angebote zur Teilzeitausbildung sowie Chancen zur Nachqualifizierung bekannter zu machen.

Der Stand „Willkommen in Mittelhessen“ mit Angeboten, Geflüchtete in der Region in Ausbildung und Arbeit zu bringen.

Am Stand „Willkommen in Mittelhessen“ ging es darum, Geflüchtete in der Region in Ausbildung und Arbeit zu bringen, das Angebot war durch die HWK Wiesbaden und das Regionalmanagement finanziert und wurde dankenswerterweise durch einen Rabatt der Messe Gießen gesponsert.

Teilzeitausbildung in der mittelhessischen Praxis

Teilzeitausbildung in der mittelhessischen Praxis: Anita Herrmann (links) in ihrem Laden in Hadamar mit Teilzeitauszubildender Christina Perea

Arbeitskreis "Neue Wege in der Fachkräftesicherung" will verborgene Potenziale für den Arbeitsmarkt sichtbar machen

Oft sind es die so genannten Soft-Skills wie Organisationstalent und Flexibilität, mit denen Auszubildende ihre Chefs überzeugen. Alltagsfähigkeiten, die alleinerziehende Eltern haben und mit denen sie viele Betriebe bereichern würden – wenn sie sich denn qualifizieren könnten. Der Arbeitskreis „Neue Wege zur Fachkräftesicherung“ im Netzwerk Bildung des Regionalmanagements Mittelhessen propagiert daher die Teilzeitausbildung – eine Chance für Berufsaspiranten, die aus familiären Gründen nicht in der Lage sind, die ganze Woche in Betrieb und Berufsschule zu verbringen. Allerdings werden von zurzeit rund 9000 Ausbildungsverträgen im Bereich der Handwerkskammer (HWK) Wiesbaden nur etwa 30 in Teilzeit ausgeführt, wie Manfred Weber, stellvertretender Leiter der HWK-Geschäftsstelle Mittelhessen jetzt bei einem Ortstermin in Hadamar feststellt: „Viele Unternehmen wissen nicht, dass es diese Möglichkeit im Spektrum der Ausbildungsangebote gibt.“ Dabei zeigt die Praxis die Vorteile für beide Seiten.

Breitband-Camp Mittelhessen 2016 in Wetzlar

„Die Schuld auf den Konsumenten zu schieben, funktioniert nicht“, sagte der Unternehmensberater und Experte für Innovationen im Handel, Frank Rehme, beim Breitband-Camp Mittelhessen 2016.

"Innenstadthandel muss Nutzen-Versprechen erneuern": Experte für Innovationen im Handel spricht über Lösungsmöglichkeiten gegen die Verödung der Innenstädte

Es ist Weihnachtszeit und die deutschen Innenstädte werden es auch in diesem Jahr wieder spüren: Immer mehr Kaufkraft wandert in den Online-Handel ab. Aber: „Die Schuld auf den Konsumenten zu schieben, funktioniert nicht“, sagte der Unternehmensberater und Experte für Innovationen im Handel, Frank Rehme, jetzt beim diesjährigen Breitband-Camp in der Wetzlarer Rittal-Arena zum Thema „Mobile Strategien für Handel und Dienstleistungen.“ In seinem Impulsvortrag empfahl er den Händlern, umzudenken. Die Veranstaltungsreihe, die den Ausbau der Internet-Infrastruktur in Mittelhessen begleitet, wurde diesmal vom Breitband-Büro der Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) in Kooperation mit dem Regionalmanagement Mittelhessen GmbH (RMG) durchgeführt.

Neue Arbeitswelt ausprobieren und mitgestalten

Über 200 Besucher beteiligen sich beim XING New Work Campus Mittelhessen

„Wie bekomme ich als innovatives Unternehmen Fachkräfte in die mittelhessische Region?“ Mit dieser und ähnlich konkreten Fragestellungen setzten sich am Dienstag über 200 heimische und internationale Besucher auseinander. Die Veranstaltung der XING AG, dem führenden sozialen Netzwerk für berufliche Kontakte im deutschsprachigen Raum war Experiment und Premiere in mehrerer Hinsicht. Wolfram Sauer, Mitglied des New Work Teams der XING AG sagt: „In Marburg haben wir zum ersten Mal außerhalb der Metropolen Praktiker, Studierende und Firmen eingeladen, zusammen an Aufgabenstellungen zu arbeiten und dabei neue Arbeitsmethoden auszuprobieren. Davon haben alle Seiten profitiert: Die Talente und Mitarbeiter von morgen lernen 'New Work' hautnah kennen, knüpfen Kontakte und präsentieren sich potenziellen regionalen Arbeitgebern. Unternehmen konnten auf diese Weise neue Methoden ausprobieren, Talente entdecken und kreative Lösungsvorschläge für ihre Herausforderungen erhalten."