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MINTmit-Preis 2017 geht an
Gruppe von fünf Schulen

Video starten Dr. Arno Roth (Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group), Angelika Berbuir (Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar), Dr. Martin Pott (Handwerkskammer Wiesbaden), Marc Almon (Theo-Koch-Schule), Jens Ihle (Geschäftsführer Regionalmanagement Mittelhessen GmbH), Andreas Gehring (Gesamtschule Gießen-Ost), Prof. Dr. Katja Specht (Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen), Dr. Anke Ordemann (Weidigschule Butzbach), Matthias Storck (Landgraf-Ludwigs-Gymnasium Gießen), Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher (Schirmherr), Ulrich Fuchs (Liebigschule), Sascha Drechsel (Hessenmetall Mittelhessen) und Klaus Repp (Präsident Handwerkskammer Wiesbaden) (von links)

„Mittelhessische MINT-Nacht“ erhält Preis des Regionalmanagements als Projekt, das Kinder und Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik begeistert

Zum dritten Mal hat das Netzwerk Bildung im Regionalmanagement Mittelhessen in der vergangenen Woche den MINTmit-Preis verliehen. In den Räumen der Heuchelheimer Schunk Group übergab Schirmherr Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, Gründer des Gießener Mathematikums, am Donnerstag vergangener Woche (27.4.17) Vertretern des Projekts „Mittelhessische MINT-Nacht“ die Trophäe. Über das von der Schunk Group gestiftete Preisgeld in Höhe von 2500 Euro freuten sich die fünf kooperierenden MINT-EC-Schulen Gesamtschule Gießen Ost, Landgraf-Ludwigs-Gymnasium Gießen, Liebigschule Gießen, Theo-Koch-Schule Grünberg und Weidigschule Butzbach.

„Als Technologie-Unternehmen brauchen wir MINT“, sagte Dr. Arno Roth, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Schunk Group, in seiner Begrüßung. „Wir können nicht genügend Ingenieure haben.“ Auf der jüngsten Hannover-Messe hätten Personalkontakte den gleichen Stellenwert genossen wie die Kontakte zu Kunden, fügt Roth hinzu. Die Abkürzung MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik; mit dem Preis will das Netzwerk Bildung Aktionen in Mittelhessen würdigen, die Kinder und Jugendliche auf „kreative und innovative Weise“ für Fächer aus diesen Bereichen begeistern. Die Jury hatte in diesem Jahr insgesamt neun Wettbewerbsbeiträge aus ganz Mittelhessen zu beurteilen. Erfahren Sie mehr über dieTeilnehmer in der MINT-Serie in unserem Weblog.

Zum dritten Mal hatte der Mittelhessen-Botschafter Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher die Schirmherrschaft über den Wettbewerb übernommen. Es habe auch in diesem Jahr wieder ein hochqualifiziertes Teilnehmerfeld gegeben, sagte Beutelspacher. „Jeder der mitgemacht hat, ist schon ein Gewinner“. Dr. Martin Pott, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden und Leiter des Netzwerks Bildung, hielt in seiner Vorstellung der regionalen Bewerber fest: „Mit MINT kann man gar nicht früh genug beginnen!“ und wies auf die Portraits der Projekte hin, die unter blog.mittelhessen.eu zu finden seien. Prof. Dr. Katja Specht, Vizepräsidentin Technische Hochschule Mittelhessen und Mitglied der Jury, bescheinigte dem diesjährigen MINTmit-Sieger „hohes Potenzial als Modell für andere Schulen.“ Besonders beeindruckt habe die Preisrichter die regionale Vernetzung des Projekts.

Bei der „Mittelhessischen MINT-Nacht“ haben bis zu vier Teams aus den teilnehmenden Schulen mit Mitgliedern aus den Jahrgangsstufen fünf bis zehn MINT-Themen an unterschiedlichen Orten in Mittelhessen präsentiert – jeweils unterstützt von lokalen Sponsoren. Dabei sei das Interesse bei den Kindern und Jugendlichen sehr groß gewesen, sagte Specht. Die Schulen organisieren die Mittelhessische MINT-Nacht bereits seit 2013, sagte Andreas Gehring von der Gießener Ost-Schule. In diesem Jahr habe ihn besonders ein Projekt zum Goldenen Schnitt begeistert, bei dem ein Schüler aus der Unterstufe diese mathematische Regel für Proportionen anhand von Beispielen aus der Kunst und der Natur präsentierte.

Dr. Anke Ordemann von der Butzbacher Weidigschule zeigte sich besonders begeistert von einem Vortrag über Forensik – gehalten von Siebtklässlern. „Es wurde sogar in Richtung DNA-Analyse experimentiert." Auch bei der Mittelhessischen MINT-Nacht würden Beiträge mit Unterstützung der Sponsoren prämiert, sagte Gehring. Wichtig sei aber, „dass die Schüler ein Erlebnis haben und feststellen, dass es nicht so schwer ist, in der Hochschule ein MINT-Projekt zu präsentieren“, betonte er. Gewonnen hätten daher alle beteiligten Schüler und natürlich MINT.

Der vom Regionalmanagement Mittelhessen ausgeschriebene Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt, die Ausschreibung für den nächsten MINTmit-Wettbewerb erfolgt im Herbst 2018.