Background Image

Virtuelle Lern- und Arbeitswelten
begeisterten regionale Bildungsakteure

Akteure der Digitalen Weiterbildungsverbünde Mittelhessen in den virtuellen Lern- und Arbeitswelten von Gather.town (Screenshot: Holger Fischer)
Akteure der Digitalen Weiterbildungsverbünde Mittelhessen in den virtuellen Lern- und Arbeitswelten von Gather.town (Screenshot: Holger Fischer)

Zukunftsweisende Einblicke in virtuelle Lern- und Arbeitswelten der Gather.town vermittelten die Digitalen Weiterbildungsverbünde Mittelhessen und die Confidos Akademie im Rahmen eines gemeinsamen innovativen Digital-Events an regionale Bildungsakteure

Der zertifizierte Bildungsanbieter mit Sitz im Gießener Europaviertel setzt mit Gather.town virtuelle Lern- und Arbeitswelten bedarfsorientiert für Kunden um und demonstrierte bei dem Kick-Off-Event, dass virtuelles Lernen und Remote-Work im Metaverse schon jetzt mit eigenem Avatar und ohne VR-Brille ganz einfach möglich ist.

Die „Digitalen Weiterbildungsverbünde Mittelhessen“ unterstützen mit gezielten Angeboten wie diesem Event kleine und mittlere Unternehmen in den Schlüsselbranchen Elektro, IT und Mobilität bei Planung, Organisation und Ausgestaltung von digitaler beruflicher Weiterbildung in Mittelhessen (Landkreise Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg). Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Aufbau von Weiterbildungsverbünden“ vom Ministerium für Arbeit und Soziales aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und aus Mitteln des Landkreises Gießen gefördert. Umsetzungsträger sind die ZAUG gGmbH und das Regionalmanagement Mittelhessen.

Nach der Begrüßung durch Confidos-Inhaber Holger Fischer und Dr. Norman Ciezki von der ZAUG gGmbH, Projektleiter der Digitalen Weiterbildungsverbünde Mittelhessen, gab es zunächst ein Grußwort von Denise Gramß. Sie ist vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gGmbH, die das Forum WBV vertritt, das bundesweit im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales als Koordinationszentrum für die Vernetzung aller Weiterbildungsverbünde tätig ist. Darauffolgend stellte Henning Hinck, Projektmanager der digitalen Weiterbildungsverbünde von der Zaug gGmbH, die „Digitalen Weiterbildungsverbünde Mittelhessen“ vor.

Im Anschluss an die Projektvorstellung lieferte Holger Fischer in einer spannenden Keynote Impulse, wie wir in einer hybriden Welt lernen und arbeiten. Er ging zunächst auf die typischen Missverständnisse zum Thema Metaverse ein und verdeutlichte, dass dies keine neue Plattform und nicht nur ein Marketingthema sei, sondern eine für alle relevante Vision beinhalte. Er unterstrich, dass das Metaverse die Durchlässigkeit zwischen physischer Realität und virtuellem Raum im Kontext des vernetzten Digitalraums darstelle. Fischer machte deutlich, dass seit Beginn der Corona-Pandemie in der Arbeitswelt die Bedeutung von Remote Work stark zugenommen habe. Einerseits habe es inzwischen viele gute Erfahrungen mit Homeoffice gegeben, auf der anderen Seite bestehe aber vor allem eine Unzufriedenheit mit der unzureichenden sozialen Interaktion, auch gebe es inzwischen eine sogenannte Zoom-Müdigkeit. Der Bedarf für virtuelle Interaktion im privaten und beruflichen Kontext steige. Im Lern- und Arbeitskontext müsse dabei beachtet werden, dass ein virtueller Raum eine Balance zwischen Nähe und Distanz schaffe. Der Akademiegründer beleuchtete, in welchen formellen bzw. informellen Rahmen virtuelle Welten sinnvoll zum Einsatz kommen könnten.
Aus seiner Sicht zählen zu den Erfolgsfaktoren von gut funktionierenden virtuellen Lern- und Arbeitswelten im Metaverse die Bereitschaft zur Veränderung und Offenheit für Neues, die Möglichkeit, hybridem Lernen und Arbeiten ausreichend Raum zum Experimentieren und persönlichen Austausch zu geben sowie Unternehmen und Organisationen, die den Schritt ins Metaverse und die virtuellen Welten wagen möchten. Auch die öffentliche Förderung von Pilotprojekten sieht Pionier Fischer als weitere wichtige Voraussetzung an.

Die anschließende Podiumsdiskussion unter Leitung von Frank Schmidt, Projektmanager der Digitalen Weiterbildungsverbünde Mittelhessen bei der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH, stand unter dem etwas provokanten Motto „Metaverse – virtueller Schein oder realistische Zukunftsperspektive der Fachkräftesicherung?“
Thomas Kupka, Leiter Personal und Recht bei der Neusehland Hartmann GmbH & Co. KG erläuterte, dass er im Rahmen der Corona-Pandemie zunächst mit Unterstützung der Confidos Akademie eine eigene Online-Akademie mit Lernplattform umgesetzt habe. In einem weiteren Schritt sei nun von der Confidos Akademie für Neusehland eine Azubi-Lern- und Arbeitswelt in Gather Town erstellt worden. Mit diesem Angebot möchte sich der in über 40 hessischen Standorten vertretene Optik- und Hörakustikanbieter laut Kupka als attraktiver Arbeitgeber insbesondere auch für jüngere Fachkräfte positionieren. Gezieltes Lernen und Arbeiten sowie die soziale Interaktion in den virtuellen Welten kommen bei den Auszubildenden von Neusehland nach Einschätzung von Kupka sehr gut an. Für Kupka sind zudem Effizienzgesichtspunkte sehr wichtig: „Durch fehlende Wegstrecken werden Zeitfaktoren und Kosten minimiert. Durch die Nutzung digitaler Räume werden somit reale Kosten eingespart. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt für Neusehland, diesen erfolgsversprechenden Weg im Metaverse weiterzugehen!“
Holger Fischer formulierte seine Hoffnung: „Ich wünsche mir mehr Unternehmen wie Neusehland, die offen für virtuelle Innovationen wie beispielsweise Gather.town sind und die Bereitschaft mitbringen, systemspezifisch digitale Bildungsangebote zu entwickeln.“

Claudia Wesner, koordinierende Leitung der Stabsstelle „Fachkräftesicherung in Hessen” des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration hob hervor: „Anwendungen wie Gather.town sowie Lernen und Arbeiten im Metaverse zeigen innovative Zukunftsperspektiven für die Steigerung der Attraktivität der Arbeitswelt in Hessen auf und haben Potential sowohl für ältere als auch für jüngere Arbeitnehmende und ebenso für Zugewanderte – und sind damit ein belebendes Element für die Weiterentwicklung der hessischen Fachkräftesicherungsstrategie.“

Zum Abschluss konnten alle Teilnehmenden der digitalen Veranstaltung bei einem virtuellen Rundgang mit ihrem eigenen Avatar die Funktionalität in Gather selbst ausprobieren und sich im virtuellen Raum mit Interessierten gemeinsam vernetzen.

Die „Digitalen Weiterbildungsverbünde Mittelhessen“ informieren in Kürze über weitere innovative Veranstaltungsformate ihrer Veranstaltungsreihe.

Digitale Infrastrukturen in Hessen:
Förderung der regionalen Beratung fortgesetzt

Jens Ihle empfängt den Bescheid aus den Händen von Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus - die Arbeit der regionalen Breitbandberater Klaus Bernhardt und Dennis Pucher geht auch im Jahr 2022 weiter (v.l.n.r. Foto: © Hessische Staatskanzlei, HMinD)
Jens Ihle empfängt den Bescheid aus den Händen von Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus - die Arbeit der regionalen Breitbandberater Klaus Bernhardt und Dennis Pucher geht auch im Jahr 2022 weiter (v.l.n.r. Foto: © Hessische Staatskanzlei, HMinD)

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus beim Gigabitgipfel Hessen 2022: „Bunte Kabel an jeder Straßenecke statt weiße Flecken auf der Landkarte. Glasfaserausbau geht in ganz Hessen voran.“

Bei der Eröffnung des 12. Gigabitgipfels im CongressCenter in Wiesbaden betonte Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus, dass der Ausbau in Hessen deutlich an Fahrt aufgenommen habe und mehr als die Hälfte aller hessischen Haushalte bereits über eine Bandbreite von 1Gigabit/s verfüge. „Im Sinne unserer Gigabitstrategie liegen wir voll auf Kurs, 91 Prozent aller hessischen Plankrankenhäuser und 81 Prozent aller hessischen Schulen sind mit Stand Juli 2022 gigabitfähig angebunden. Und der Glasfaserausbau kommt insbesondere mit dem von uns priorisierten eigenwirtschaftlichen Ausbau gut voran. Denn Glasfaser ist die einzige Technologie, die den steigenden Bandbreitenbedarf auch mittel- bis langfristig abdecken und Hessens wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft sichern wird“, so Digitalministerin Sinemus. Der Gigabitgipfel ist die wichtigste Plattform für den Ausbau und die Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur in Hessen, bei dem Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Bund, Kommunen und Verbänden über den Ausbau und die Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur in Hessen diskutierten und fand 2022 mit einer der höchsten Teilnehmerzahlen statt.

Weitere Förderung der Beratungsstellen Süd-, Ost- und Mittelhessen

Damit die Kommunen weiterhin auf die Beratungsangebote zugreifen können, fördert die Hessische Landesregierung auch in diesem Jahr finanziell die drei regionalen Beratungsstellen. Während des Kongresses überreichte die Digitalministerin jeweils einen Förderbescheid. Die beim Regionalmanagement Mittelhessen angesiedelte Breitbandberatungsstelle Mittelhessen erhält eine Förderung in Höhe von 120.000 Euro, den Jens Ihle, Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH entgegen nahm.

Die beiden regionalen Breitbandberater Klaus Bernhardt und Dennis Pucher werden die bewährte und synergetische Arbeit in den fünf Landkreisen und für die Region auch 2022 fortsetzen.
Der Bescheid für Südhessen in Höhe von 114.000 Euro ging an Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB), Dagmar Cohrs, stv. Geschäftsführerin WFB und Berthold Passlack, Breitbandberater Südhessen. Den Förderbescheid von 107.000 Euro für Osthessen nahmen Bernhard Krönung, stv. Vorsitzender Zeitsprung IT Forum-Fulda e.V. und Dr. Michael Fladung, Breitbandberater Osthessen in Empfang.

„Zahlreiche Unternehmen und Investoren haben die Attraktivität des hessischen Marktes für sich entdeckt und es zahlt sich aus, dass wir in Hessen auf einen kooperativen Ansatz setzen und ausbaufreundliche Rahmenbedingungen bereitstellen“, ergänzte die Ministerin. Neben dem im Mai abgeschlossenen Glasfaserpakt für Hessen, der bis Mitte des nächsten Jahres für weitere 530.000 angebundene Haushalte sorgen werde, nannte die Ministerin das mit den kommunalen Spitzenverbänden unterzeichnete Eckpunktepapier, mit dem die abgestimmten Maßnahmen zwischen Land und Kommunen weiter verbessert werden. Zudem erwähnte sie die Gigabitregion Frankfurt/RheinMain als größtes Glasfaserprojekt Europas, die rund 1,6 Millionen Haushalte und 640 Gewerbegebiete mit Glasfaser versorgen werde. „Und dort, wo privatwirtschaftlicher Ausbau nicht erfolgt, unterstützen wir die Kommunen auch im Rahmen des Graue-Flecken-Förderprogramms. Die Hessische Landesregierung stellt beispielsweise allein für den Glasfaserausbau im Main-Kinzig-Kreis bis zu 80 Millionen Euro zur Verfügung“, so Sinemus. Zudem arbeite Hessen gemeinsam mit Rheinland-Pfalz an dem OZG-Breitbandportal, um Genehmigungsverfahren weiter zu beschleunigen und der 2022 allen Bundesländern zur Verfügung gestellt werden soll.

Startup Weekend-Sieger gemeinsam
mit THM und Hübner Gießen
auf der W3+ Fair-Bühne

v.l.n.r. Christian Piterek, Matthias Kramolisch, Christian Abt und Oliver Rüspeler im Gespräch über Kooperationsmöglichkeiten von Mittelstand und Startup
v.l.n.r. Christian Piterek, Matthias Kramolisch, Christian Abt und Oliver Rüspeler im Gespräch über Kooperationsmöglichkeiten von Mittelstand und Startup

„Mittelstand meets Startup – wie beide Welten voneinander profitieren“ titelte das Regionalmanagement Mittelhessen seinen Programmslot am 7. Juli 2022 auf der „Innovation Stage” der W3+ Fair. Moderiert von Regionalmanager Christian Piterek eröffnete Matthias Kramolisch vom diesjährigen Startup Weekend Mittelhessen-Siegerteam „Solid AI“ mit seinem Pitch die Session.

Mithilfe einer eigens entwickelten Künstlichen Intelligenz (KI) will das in Allendorf/Lumda ansässige Unternehmen die repetitiven händischen Prozesse im CAM (Computer Aided Manufacturing) umgehen. Im Folgenden präsentierte Ardian Kulic, ebenfalls Preisträger des Startup Weekend Mittelhessen, dem Publikum seinen aktiven Schlosshalter für die Automotive-Industrie. Im Falle eines Verkehrsunfalls, der die Karossiere verformt, wird hierdurch die Tür automatisch einen Spaltbreit geöffnet. Dadurch sparen Einsatzkräfte wertvolle Zeit bei der Bergung von Unfallopfern. Komplettiert wurden die beiden Pitches von der Interra Circle UG. Mitgründer Daniel Pfeiffer zeigte auf, wie ihr Produkt pinqua.de Unternehmen befähigt, im Business-to-Business (B2B) die eigenen Produktdaten mit denen der Mitbewerber zu vergleichen, um Stärken und Schwächen offenzulegen.

Im zweiten Teil des Programms bat Christian Piterek neben Matthias Kramolisch, Christian Abt (Lernfabrik der Technischen Hochschule Mittelhessen) und Oliver Rüspeler (Johannes Hübner Fabrik elektrischer Maschinen GmbH) zur Podiumsdiskussion auf die Bühne.

Oliver Rüspeler erklärte, wie es dazu kam, dass das Unternehmen Johannes Hübner 2017 das eigene Akzeleratoren-Programm „Ab Idee Ok!“ ins Leben rief. Trotz zahlreicher Versuche in der eigenen Entwicklungsabteilung „neue“ Produkte zu entwickeln, die losgelöst vom B2B-Kerngeschäft den B2C-Markt (Business to Customer) in anderen Branchen bedienen sollten, sei man letztlich immer wieder im Elektrosensorikmarkt gelandet. Erst durch konkrete Beteiligungen und Partnerprojekte aus dem Akzelerator sei der Sprung geglückt. Damit stelle Hübner eher eine Ausnahme dar, hieß es aus dem Publikum. Die Ursachen, warum der Weg bei Hübner geglückt sei, läge maßgeblich an der Offenheit für neue Ideen ihrer Gesellschafter, betonte Rüspeler. Ohne deren Unterstützung wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen.

Dass kleinere Unternehmen häufig konservativer agieren als große, wenn es um das Thema Gründung geht, bestätigte auch Christian Abt. Insbesondere wenn es um Hochschulkooperationen geht, versuchen vermehrt die großen Unternehmen mit den Gründungszentren zusammenzuarbeiten. „Häufig erkennen diese schneller den Mehrwert der Bühne, die Sie damit erhalten und die Chancen für ihre HR-Abteilungen“. Der medialen Kraft, die in der mittelhessischen Gründungslandschaft liegt, bestätigte Oliver Rüspeler „In der Region kannten Hübner wenige. Die wenigsten unserer Kunden sind hier verortet. Seit Ab Idee Ok! Haben wir eine viel stärkere regionale Wahrnehmung bekommen.“   

Aus erster Hand konnte Matthias Kramolisch berichten, der seit 20 Jahren in Mittelstandsbetrieben im Bereich Formenbau tätig war, bevor er Solid AI gründete. Er erinnerte sich an ähnliche Szenarien wie bei Hübner. „Zahlreiche interne Meetings zur Produktinnovation verliefen ohne nennenswerten echten Erfolg“. Auch Versuche, Startups an das eigene Unternehmen anzugliedern, waren problematisch, da die eigenen Prozesse zu träge waren für eine fruchtbare Kooperation. Angesprochen auf die Gründe für die Geschwindigkeitsdifferenz erläuterte Kramolisch, Startups zahlen für ihre Agilität häufig einen Preis in der Risikoabsicherung. So könne man zwar neuartige Auftragsanfragen (in denen bspw. branchenübliche Angaben fehlen) als agiles Startup einfacher umsetzen, riskiere aber auch, dass zusätzliche Kosten entstehen durch Prozessfehler.     

Um grundsätzlich mehr Jungunternehmen hervorzubringen, müsse die Sichtbarkeit der Angebote weiter ausgebaut werden. „Häufig werden Ideen in den Vorlesungen entwickelt, die dann brach liegen“, erklärte Christian Abt. „Viele Lehrende wissen nicht, welchen Hebel Sie haben. Sie selbst sind der Schlüssel“, betonte er. Das Weiterverfolgen der eigenen Ideen sei nur möglich, wenn jeder weiß, wo der nächste Stopp für die Weiterentwicklung liegt. Sei es nun in Gründungszentren, auf Wettbewerben, oder in der Wirtschaft.

Die Frage nach dem dringlichsten Wunsch, den er habe beantwortete Abt mit „Kooperation in allen Formen“.     

Newcomers Day Mittelhessen
@ River Lahn

Am vergangenen Samstag konnten wir persönlich eine Gruppe von Newcomern in unserer Region willkommen heißen!

Beim Newcomers Day Mittelhessen @ River Lahn begrüßte Christian Bernhard (IHK Lahn-Dill und Leiter des Arbeitskreises Willkommenskultur) sechs Neuankömmlinge aus Deutschland, Belgien, Belarus und Russland, zu einer bewegungsfreudigen Kanutour.

„Sie hatten viel Spaß und waren von der Tour begeistert“, sagt Christian Bernhard. Bei der Paddeltour, die von Solms/Schohleck bis ins schöne Weilburg/Ahausen führte, konnten die Newcomer nicht nur die malerische Landschaft der Region genießen, sondern auch erste Kontakte knüpfen. Sie haben außerdem den Wunsch nach weiteren solchen Events und Unterstützung beim Ankommen in Mittelhessen geäußert.

Die Newcomers Days in der Region werden von den Mitgliedern des Arbeitskreis Willkommenskultur unter dem Dach des Regionalmanagements Mittelhessen organisiert. Mehr Informationen zu unseren Initiativen und Angeboten zur mittelhessischen Willkommenskultur gibt es hier: welcome.mittelhessen.eu

Vielen Dank an die Hessen Trade and Invest (HTAI) und die Stadtwerke Gießen AG für die langjährige Unterstützung dieser Events!

Heiko Stock überreicht Botschafter-
Urkunde an Professor Harald Lesch

Heiko Stock, Vorstandsmitglied des Vereins Mittelhessen, überreicht die Urkunde an den neuen Mittelhessen-Botschafter Professor Harald Lesch (v.r.n.l., Foto: Regionalmanagement Mittelhessen/Manuel Heinrich)
Heiko Stock, Vorstandsmitglied des Vereins Mittelhessen, überreicht die Urkunde an den neuen Mittelhessen-Botschafter Professor Harald Lesch (v.r.n.l., Foto: Regionalmanagement Mittelhessen/Manuel Heinrich)

Mittelhessen-Botschafter zu Gast am Stadttheater Gießen

„Sollen wir den Klimawandel in Zeiten von Pandemie und Krieg akzeptieren?” Um diese hochaktuelle Frage im Gespräch mit Dr. Udo Ornik zu beantworten, war Professor Harald Lesch am 4. Juli 2022 in das Gießener Stadttheater gekommen. Viele Gäste haben das FORUM NACHHALTIGKEIT am Stadttheater Gießen und sein Gast, der Astrophysiker, Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator Prof. Harald Lesch angezogen.

Vor der Veranstaltung ließ es  sich der beim Parlamentarischen Abend am 8. Juni 2022 noch in Abwesenheit frisch gekürte Mittelhessen-Botschafter aber nicht nehmen, seine Botschafter-Urkunde von Heiko Stock persönlich entgegen zu nehmen.

Der ehemalige Bürgermeister einer Vogelsberger Kommune und Finanzvorstand des Vereins Mittelhessen bedankte sich beim gebürtigen Vogelsberger Harald Lesch, dass dieser ab sofort als Mittelhessen-Botschafter aktiv sei. „Ich fühle mich sehr geehrte und wundere mich immer noch, dass Ihr mich gefragt habt!” erwiderte dieser und versprach, seine Herkunft - wie bisher - nicht zu verschweigen, sondern die Vorzüge seiner Heimatregion explizit zu benennen.

Um sich dann der Kombination aus Corona-Pandemie und Ukraine-Krise zuzuwenden und der Frage, was nun aus dem Klimaschutz wird. »Wir haben viele Chancen vertan: Hätte man seit den 1950er Jahren auf Windkraft statt auf Atomkraft gesetzt, dann sähe manches anders aus und wir würden den künftigen Generationen keine Last hinterlassen, in der nur wenig Spielraum bleibt«, bekräftigten beide am Ende des Abends. Ohne Frage: Harald Lesch ist ein Botschafter, der etwas zu sagen hat.