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Vortrag „Hybride Führung“:
Herausforderungen moderner Arbeitsmodelle

Danke an Frau Zuzana Blazek vom Institut der deutschen Wirtschaft für den Interessanten VortragHybride Führung. Veranstaltet wurde der kurzweilige morgendliche Austausch vom Netzwerk Bildung des Regionalmanagement Mittelhessen. Mit dabei waren Mitglieder des Netzwerk Wirtschaft. Die Teilnehmer diskutierten über hybriden Führungsstil, Vorteile von klar definierten Kommunikationsstrukturen, Regeln der virtuellen Zusammenarbeit sowie den Begriff der Resilienz. Corona war der Treiber, aber diese Fragen müssen beantwortet werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

(Copyright: Zuzana Blazek)

(Copyright: Zuzana Blazek)

Gratulation an die Leibniz-Preisträgerinnen
Prof. Marietta Auer und Prof. Stefanie Dehnen

„Auszeichnung ist Beleg für die Exzellenz des mittelhessischen Wissenschafts-Standorts“

Jens Ihle, Geschäftsführer des Regionalmanagements Mittelhessen, gratuliert Prof. Dr. Marietta Auer (Gießen/Frankfurt) und Prof. Dr. Stefanie Dehnen (Marburg) herzlich zur Auszeichnung mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). „Die Juristin an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und die Chemikerin an der Philipps-Universität Marburg beweisen damit erneut die Exzellenz der Wissenschaftsregion Mittelhessen“, so Ihle.

Beide – bereits früher für Ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet – zeigen auch, wie erfolgreich vernetztes Arbeiten sein kann: Frau Dr. Auer ist zugleich Direktorin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main und forscht unter anderem zum Begriff der Freiheit unter den Bedingungen der Digitalisierung. Frau Dr. Dehnen arbeitet zu den Themen Energiespeicherung und zum Energietransfer und leitet das Mitmach-Labor Chemikum Marburg, das mit seinen Experimentiermöglichkeiten für Kinder für die mittelhessische MINT-Landschaft einen wichtigen Baustein darstellt.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich verliehen, die beiden Ausgezeichneten erhalten jeweils ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro. Jens Ihle erklärt abschließend: „Ich wünsche den beiden Wissenschaftlerinnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!“

Netzwerk Kommune
verabschiedet Walter Gerharz

Rainer Dietrich (links), Wirtschaftsförder der Stadt Wetzlar, verabschiedete Walter Gerharz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH, in seiner Funktion als Vorsitzender des Netzwerks Kommune Mittelhessen (Foto: Christian Piterek/Regionalmanagement Mittelhessen)
Rainer Dietrich (links), Wirtschaftsförder der Stadt Wetzlar, verabschiedete Walter Gerharz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH, in seiner Funktion als Vorsitzender des Netzwerks Kommune Mittelhessen (Foto: Christian Piterek/Regionalmanagement Mittelhessen)

Walter Gerharz, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez GmbH (WFG) geht am Jahresende 2021 in den Ruhestand. Dies nahm Rainer Dietrich, der Vorsitzende des Netzwerks Kommune im Regionalmanagement Mittelhessen zum Anlass, um seinen Stellvertreter zu verabschieden: „Walter Gerharz stand immer hinter der mittelhessischen Idee. Wir danken ihm für seinen Einsatz und seine stets kreative und zielführende Mitwirkung.“

Seit vielen Jahren arbeitet das Netzwerk als Zusammenschluss der Wirtschaftsförderungen der vier großen mittelhessischen Städte und der fünf Landkreise an Themen zur gemeinsamen Standortentwicklung und -Vermarktung. Walter Gerharz bedankte sich und gab das Kompliment zurück: „Ich war seit der Gründung des Regionalmanagements dabei und habe immer gerne in der gut funktionierenden Kooperation auf Mittelhessenebene gearbeitet.“ Unter anderem organisierte Gerharz für die WFG die Teilnahme der kommunalen Standpartner aus dem Landkreis Limburg-Weilburg beim Gemeinschaftsstand der Region Mittelhessen auf der internationalen Messe für Immobilien und Investitionen Expo Real.

Mittelhessen kooperativ-
Ausbau ins Glasfaserzeitalter nimmt Fahrt auf

Caspar von Preysing hält einen Vortrag
Neue Angebote für Kommunen als Hilfestellung zum eigenwirtschaftlichen Ausbau gestartet – hohes Interesse der ExpertInnen am Netzwerkevent

Die Breitbandberatung Mittelhessen beim Regionalmanagement lud zum Breitbandcamp 2021 ein und vierzig TeilnehmerInnen kamen, um aktuelle Entwicklungen des Wandels in eine Gigabitregion zu erfahren.

Mit dabei waren verantwortliche Vertreter des Bundes, des Landes und aus der ausbauenden Privatwirtschaft. Schnell wurde klar, dass die mittelhessische Zusammenarbeit der Landkreise mit Regionalmanagement und der Landesebene beispielhaft und vorbildlich ist.

„Die Netzbetreiber analysieren den Markt und interessante Ausbaugebiete mit Hilfe von Geodaten“, so Caspar Graf von Preysing Leiter des Gigabitbüros des Bundes, „aber wir wissen auch, dass sie am liebsten dort aktiv werden, wo die Kommunen unterstützen, fit im Thema sind und eine hohe Umsetzungsbereitschaft existiert“. Das ist definitiv in Mittelhessen gegeben. Da waren sich alle einig.

Welche Werkzeuge bei der Umsetzung helfen, stellten die Referenten in der von Breitbandberater Dennis Pucher moderierten Online Veranstaltung dar.

Wolfram Koch vom Breitbandbüro Hessen berichtet, dass knapp über die Hälfte (62,4%) der Haushalte sind gigabitfähig versorgt sind. Die Fokussierung der letzten Jahre zeigt Wirkung, sodass beispielsweise die Gigabitanbindung der Schulen in Hessen von 61% (Jahr 2020) um 10%-Punkte auf 71% (Jahre 2021) stieg. Die Ausbaugeschwindigkeit in den Landkreisen ist sehr dynamisch und optimistisch

Auf dem Panel sprach Caspar Preysing – Leiter des Gigabitbüro des Bundes – zum Thema EWA-Portal und den Workshopangebote. Das EWA-Portal ist zentrale Anlaufstelle zur Kontaktaufnahme vom Netzbetreiber zur Kommune für den eigenwirtschaftlichen Ausbau digitaler Infrastrukturen. Die Profilübersicht zeigt dabei kompakt interessierte Kommunen für den Netzausbau auf. Das Gigabitbüro des Bundes bietet ein umfangreiches Workshopangebot zu aktuellen und relevanten Themen rund um den Gigabitausbau an, das für kommunale Vertreter komplett kostenfrei ist. Weitere Infos und Erstellung eines Kommunen-Profils über: Eigenwirtschaftliches Ausbauportal - Gigabitbüro des Bundes (gigabitbuero.de)

Torsten Lex (Breitbandbüro Hessen, HTAI) und Simon Sauerbier (ekom21 KGRZ Hessen), veranschaulichten, dass GigaMaP die zentrale Steuerungs- und Informationsplattform für den Gigabitausbau in Hessen ist. Damit unterstützt das Land Hessen seine Kommunen, Landkreise und beteiligte Unternehmen beim Gigabitausbau. Der Ausbau des Gigabit- und Mobilfunknetzes stellt eines der komplexesten Infrastrukturvorhaben der kommenden Jahre dar.

Das Land Hessen ist sich des daraus resultierenden Informations- und Schulungsbedarfs der am Gigabitausbau Beteiligten bewusst. Aus diesem Grund wird in der GigaMaP-Akademie ein organisatorischer Rahmen zur Absolvierung relevanter und breitgefächerter Schulungsangebote in verschiedenen Fachgebieten des Gigabitausbaus kostenfrei angeboten. Weitere Infos zur Gigamap: Gigamap Landingpage | Startseite (gigamap-hessen.de). Gigamap Akademie: Akademie | Startseite (gigamap-hessen.de)

 Es wurde deutlich, dass in Mittelhessen viel „auf dem Weg“ ist, aber die nächsten Jahre noch herausfordernd sind. So fasste Geschäftsführer Jens Ihle zusammen:“ Es gibt viel zutun, wir packen es an! Das tun wir im gewohntem Teamplay zwischen Landkreisen, Region und Land. Danke für das konstruktive miteinander!“

Digitale Infrastruktur
für Mittelhessen gemeinsam gestalten

Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der atene KOM GmbH, im Dialog mit den mittelhessischen Breitband-Verantwortlichen
Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der atene KOM GmbH, im Dialog mit den mittelhessischen Breitband-Verantwortlichen

Tim Brauckmüller, Geschäftsführer der atene KOM GmbH, im Dialog mit den mittelhessischen Breitband-Verantwortlichen

Aktuell werden in Deutschland 177.000 km digitale Trassen verlegt, um Haushalte, Unternehmen, Bauernhöfe, Behörden und Bildungseinrichtungen ans Giganetz anzuschließen. Eine Mammutaufgabe für alle Ebenen des föderalen Systems in Deutschland. In Mittelhessen koordiniert die beim Regionalmanagement angesiedelte regionale Breitbandberatung seit 2009 die Zusammenarbeit der Landkreis-Koordinatoren, des Landes Hessen und des Bundes. Für den Bund verantwortet die atene KOM GmbH als Projektträger des Bundes für Hessen die Vergabe und das Management der Bundesförderung. Es gab also genug Themenfelder für die Diskussion mit dem atene KOM-Geschäftsführer Tim Brauckmüller:

Geplant in Präsenz, umgesetzt in hybrider Form aufgrund der pandemischen Lage, sprachen die Fachleute intensiv über den aktuellen Status, die Formen der Zusammenarbeit, aber auch die Chancen und Risiken der aktuellen Breitband-Ausbauprojekte in und für Mittelhessen. Für Tim Brauckmüller steht fest, dass das Kreiskoordinatorenmodell ein hessisches Erfolgsmodell sei. So hätten in Hessen bis heute rund 100 bewilligte Förderprojekte durchgeführt werden können. Durch die neue Fördersystematik der Grauen-Flecken-Förderung würde sich vieles ändern.  Ab dem 1. Januar 2023 werde die Aufgreifschwelle von 100 Mbit/s entfallen. Brauckmüller wörtlich: „Danach sind eigentlich nur noch Glasfaserverbindungen ins Haus förderfähig. Auch Gebiete, die bislang mit Supervectoring ausgebaut sind, können potentiell dann auch überbaut werden.“ Zukünftig werde auch für jeden einzelnen Haushalt bestimmt, ob dort eine Förderfähigkeit vorliege.

Am Ende blieb die wenig überraschende Erkenntnis, dass das Thema "Digitale Infrastruktur" und die Anbindung der polyzentrischen Region Mittelhessen ans Giganetz die Verantwortlichen auch in Zukunft beschäftigen wird.