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Mit 1.000 Jobs auf Karriere-Mittelhessen.de
zur Chance Gießen

Arbeitskreis Neue Wege auf dem Stand des Regionalmanagement Mittelhessens auf der Chance Gießen 2020; v.l.n.r. A.Heckmann, C.Piterek, R.Hemmers, J.Ihle, F.Schmidt, K.Barth, L.Albohn, M.Guder. Entschuldigt waren M.Weber, A.Champollion, B.Höhn, T.Roth

Mit mehr als 1.000 regionalen Stellenanzeigen von 130 Unternehmen auf Karriere-Mittelhessen.de ging das Regionalmanagement Mittelhessen mit dem Kooperationspartner Ontavio auf die Messe Chance in Gießen und präsentierte die regionale Job- und Karriereplattform.

An zwei Tagen konnten sich die Besucher und Besucherinnen zu den Themen Beruf und Karriere individuelle beraten lassen sowie Hilfestellungen und die vorhandenen Angebote in der Region finden. Das Interesse an Mittelhessen als Arbeitsregion und Lebensmittelpunkt ist seitens der Besucher und Besucherinnen weiterhin groß, wie sich an den Reaktionen und Gesprächen am Stand zeigte.

Neben dem Karriere-Mittelhessen.de präsentierte sich auch der Arbeitskreis "Neue Wege zur Fachkräftesicherung", um interessierte Besucher und Besucherinnen durch praxisnahes Wissen zu Berufs-, Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Mittelhessen zu beraten.

Infos zum Fachkräfte-
Einwanderungsgesetz

Mittelhessen - wo Ideen Wirklichkeit werden

Veranstaltung am 3. Februar 2020: beruflich Qualifizierte aus Drittstaaten für regionale Unternehmen gewinnen

Im Fachkräftemangel sehen die Unternehmen eines der größten Risiken für ihre Geschäftsentwicklung. In vielen Branchen fehlt es bereits jetzt an qualifizierten Mitarbeitern. Die demografische Entwicklung wird diese Sorgen künftig weiter verschärfen. Nach einer Studie des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt am Main werden in Mittelhessen bis 2024 etwa 42.610 Arbeitskräfte fehlen.
Ein möglicher Handlungsansatz zur Verringerung dieses Fachkräftemangels ist die Zuwanderung aus dem Ausland. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das zum 1. März 2020 in Kraft tritt, will die Bundesregierung die Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten gezielt und gesteuert steigern. Vor diesem Hintergrund stellen sich in den Unternehmen unterschiedliche Fragen:

  • Wie sehen die Regelungen konkret aus?
  • Wer kann künftig zur Ausbildung nach Deutschland kommen?
  • Wie erfolgt die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse?
  • Wie wird sich die Verwaltungspraxis in Ausländerbehörden verändern?
  • Wie können Kammern, Verbände und Institutionen den Prozess der Zuwanderung in der Praxis vor Ort unterstützen?

Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung der IHK Lahn-Dill mit dem Regionalmanagement Mittelhessen möchten wir Ihnen auf diese Fragen eine Antwort geben.

Termin: 3. Februar 2020 15.00 Uhr – 18.00 Uhr
Ort: IHK Lahn-Dill, Geschäftsstelle Wetzlar
Friedenstraße 2, 35578 Wetzlar

Anmeldung bis spätestens zum 28. Januar 2019 über https://www.ihk-lahndill.de/system/vst/1243526?id=341735&terminId=566134

Innovationsforum Mittelhessen
am 12. Februar 2020

Logo des Innovationsforum Mittelhessen

Innovationsforum Mittelhessen: Impulse für die Zukunft am 12. Februar 2020

„Die beste Möglichkeit die Zukunft vorherzusagen ist, sie zu erfinden.“ Die Aussage des US-amerikanischen Informatikpioniers Alan Curtis Kay ist Leitidee des Innovationsforums Mittelhessen - eine Plattform für Wissenstransfer im Bereich Innovation und Wirtschaft 4.0.

Expertinnen und Verantwortliche aus dem Mittelstand geben Einblicke und Impulse zu neuen Prozessen und Geschäftsmodellen: Unter anderem spricht Hans-Christian Boos, Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung, zur Rolle der Künstlichen Intelligenz: “Mit Hilfe von KI stärken wir das Potenzial von Menschen und schaffen Freiräume für Kreativität und innovatives Denken.” Matthias Gohl, Leiter des Digitalisierungs-Kompetenzzentrums „digital Innovation Partners“ der Zeiss Gruppe, erklärt die Digitalisierung als Chance für Europa: “Die Digitalisierung wirkt wie eine Naturgewalt und wird uns alle betreffen - wir müssen lernen, uns anzupassen und zu verändern.” Wolf Lüdge berichtet von der strategischen Übernahme des Limburger Startups IOTOS durch die Friedhelm Loh Gruppe.

Abgerundet wird die interaktive Veranstaltung mit zahlreichen Workshops zu Themen wie New Work, KI in Betrieben und Mindset Silicon Valley bis hin zu Forschungsförderung in Hessen und Nachhaltige Technologien richtig finanzieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Monika Schuhmacher Professorin für Technologie-, Innovations- und Gründungsmanagement an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Medienpartner ist hr info.

Die Teilnahme am Event ist kostenfrei, Plätze sind limitiert. Anmeldung unter www.innovationsforum-mittelhessen.eu

Termin: 12. Februar 2020, 9:00 Uhr – 15:30 Uhr
Ort: Kinopolis Gießen, Ostanlage 43-45, 35390 Gießen
Veranstalter: Regionalmanagement Mittelhessen

Region steht hinter ihrer Autobahn:
Ja zum Weiterbau der A49

Arbeitskreis A49: Angefangener Lückenschluss darf nicht verzögert werden

„Wir stehen voll hinter dem Weiterbau der Autobahn A49, der Lückenschluss muss wie geplant komplett in einem Zug und ohne weitere Verzögerungen kommen! Diese Infrastrukturmaßnahme ist für die Region unerlässlich.“ Die Vertreter aus betroffenen Kommunen, Unternehmen, Wirtschafts-Kammern und -Verbänden sowie der Bundeswehr waren sich bei ihrem Treffen in der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain einig und forderten, dass die Maßnahmen zum Nutzen der Region, ihren Bewohnern und Unternehmen wie geplant durchgeführt werden. Zunächst hatte sich der Arbeitskreis unter dem Dach des Regionalmanagements Mittelhessen von Vertretern des Hessischen Wirtschaftsministerium und der DEGES aus erster Hand über den Sachstand zum Weiterbau der Autobahn A49 zwischen Neuental und der zukünftigen Anschlussstelle an die Autobahn A5 bei Gemünden informieren lassen.

Die Sach-Argumente sprechen für die Autobahn:

  • Der Planfeststellungsbeschluss liegt seit dem 30. Mai 2012 vor. In die Erstellung des Planes sind zahlreiche Anmerkungen und Hinweise eingeflossen, es ist ein ausgewogener Kompromiss zwischen den verschiedensten Ansprüchen. Die Klage gegen die Planfeststellung wurde am 23. April 2014 durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig abgewiesen, seitdem besteht Baurecht für die gesamte Strecke und alle geplanten Maßnahmen sind damit höchstgerichtlich abgesichert.
  • Die Finanzierung des kompletten Neubaus ist durch Wahl des Modells unter der Beteiligung von privaten Investoren in einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) gesichert. Damit ist nicht nur garantiert, dass die Autobahn komplett durchgebaut wird und nicht so wie derzeit in einem Stummel endet. Durch das ÖPP-Verfahren ist auch eine höhere Effizienz und zugleich eine deutlich kürzere Bauzeit möglich, die Belastung durch die Baustellen sinkt.
  • Die Kraftfahrzeuge fahren auf der neuen Trasse kürzer und insgesamt weniger steile Strecken. Dadurch minimiert sich der Verbrauch von Treibstoff und der Ausstoß von Abgasen und die Umwelt wird in der Gesamtbilanz geschont. Auch die Umwelt rund um die neu gebaute Autobahn wird intensiv berücksichtigt: so entstehen Wildbrücken und insgesamt 750 Hektar trassennahe Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die bereits begonnen wurden und deren Wirkung kontrolliert wird. Während der Baustellen-Zeit werden besondere Maßnahmen zum Schutz der Umwelt ergriffen, zum Beispiel in den Wasserschutzgebieten.
    Das ehemalige WASAG-Gelände der ehemaligen Sprengstoff-Fabrik wird aufwändig saniert.
  • Die vielen Anwohnerinnen und Anwohner der jetzigen Ortsdurchfahrten an den Bundesstraßen werden von Lärm und Abgasen entlastet und können nach Jahrzehnten endlich ruhig schlafen - die Lebensqualität in den Kommunen steigt. Orte wie Jesberg und Neustadt haben bis zu 5000 Kraftfahrzeuge weniger Durchgangsverkehr.
  • Die Logistik für die bestehenden Unternehmen mit vielen tausend Arbeitsplätzen verbessert sich enorm: dadurch werden die Standorte und das Einkommen der Arbeuitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei großen und kleinen Unternehmen gesichert. Zugleich steigt auch die Wahrscheinlichkeit der Ansiedlung neuer Unternehmen: mit einem Anschluss an die Autobahn ist eine Entscheidung PRO Mittelhessen wahrscheinlicher, dadurch entstehen weitere Arbeitsplätze.
  • Die Baumaßnahmen für den ersten Abschnitt zwischen Bischhausen und Schwalmstadtsind bereits weit gediehen, die Verkehrsfreigabe ist für Sommer 2022 geplant. Nur, wenn jetzt keine Verzögerungen stattfinden, kann die Fertigstellung und die Verkehrsfreigabe für den Neubau bis zum Anschluss an die Autobahn A 5 wie geplant 2024 erfolgen.

Wenn die KI
beim Recruitment hilft

Nicht nur KI stand im Mittelpunkt: Sven Herchenhein sprach beim Webmontag bei Milch & Zucker über "Innovationen & Geschäftsmodelle für den Mittelstand" (Foto: Tilman Lochmüller)

Regionalmanagement Mittelhessen trifft Webmontag Gießen

Bei der zweite Kollaboration des Regionalmanagements Mittelhessen mit der Startup-Initiative Webmontag Gießen nach dem Auftakt bei "Netzwerk Wirtschaft trifft Webmontag Gießen" vor nicht ganz einem Jahr drehte sich am vergangenen Montag einiges um Künstliche Intelligenz (KI). Beim Recruitment-Spezialisten Milch & Zucker in Gießen sprachen die Gastgeber Dr. Olena Linnyk und Ingolf Teetz über den Einsatz von KI in ihrem Unternehmen, Oliver Bracht von der eoda GmbH berichtete unter dem Motto "Abseits des Hypes" darüber, wie der Mittelstand von Künstlicher Intelligenz profitieren kann und Webmontag-Macher Sven Herchenhein von der efec AG gab in diesem Zusammenhang einen Überblick über Innovationen und Geschäftsmodelle. Annähernd 70 Anmeldungen hatte das Regionalmanagement für das Event zu verzeichnen, bei dem als Gast Regierungspräsident und Mittelhessen-Vorsitzender Dr. Christoph Ullrich die einleitenden Worte sprach.

Milch-&-Zucker-Geschäftsführer Ingolf Teetz gab den Teilnehmern in den vollbesetzen Räumlichkeiten des Unternehmens im Gewerbegebiet Gießen-West danach zunächst einen Überblick über die Geschichte der Künstlichen Intelligenz (KI) und ihre Grundprinzipien. Im Mittelpunkt standen dabei künstliche neuronale Netze und maschinelles Lernen, die insbesondere bei der Bilderkennung einen hohen Stand erreicht haben. „Das kann KI mittlerweile“, sagte Teetz – wenn auch zuweilen noch nicht ganz fehlerfrei. Bei Milch & Zucker gehe es allerdings weniger um Bilder und mehr um Texte: „Fernziel“ sei es, aus wenigen Informationen komplette Stellenanzeigen erstellen zu lassen. Bereits jetzt verbessert die Künstliche Intelligenz Texte in vielen Fällen – aber noch nicht perfekt, wie Dr. Olena Linnyk von Milch & Zucker sagte. „Wir sprechen daher eher von Augmented Intelligenz“.

Zu den Funktionen, die diese „AI“ in diesem Umfeld leisten kann, zählen zum Beispiel das maschinelle Übersetzen von Text, die automatische Erkennung von Sprache, das Identifizieren von Synonymen und das Gendern von Texten. So sei es vorher schwierig gewesen, automatisch in Job-Anzeigen Bezüge zwischen verschiedenen Bezeichnungen des gleichen Berufs herzustellen. Auch die Erfolgsaussichten von Texten in Job-Börsen im Vergleich zur Konkurrenz lassen sich mit Hilfe neuronaler Netzwerke berechnen. „Wir packen das in einen Score“, sagte Linnyk. In Zeiten des Fachkräftemangels helfe die KI so, den Recruitment-Prozess zu optimieren. Nächster Schritt sind Chatbots: Mit CATS (Chatbots in Applicant Tracking Systems), ein vom Land Hessen gefördertes Forschungsprojekt, wird an der Hochschule RheinMain in Kooperation mit Milch & Zucker die Integration dieser künstlichen Gesprächspartner ins Bewerbermanagement untersucht.

Künstliche Intelligenz für den Mittelstand im Fokus: Dr. Olena Linnyk (oben rechts), Ingolf Teetz (unten links) und Oliver Bracht (unten rechts) (Foto: Tilman Lochmüller)
Künstliche Intelligenz für den Mittelstand im Fokus: Dr. Olena Linnyk (oben rechts), Ingolf Teetz (unten links) und Oliver Bracht (unten rechts) (Foto: Tilman Lochmüller)

Sven Herchenhein machte in seinem Beitrag über „Innovationen und Geschäftsmodelle für den Mittelstand“ deutlich, dass im Zuge der Digitalisierung Software zunehmend von Services abgelöst wird. „Das ist der nächste Schritt“, sagte Herchenhein, der sich mit seinem eigenen Unternehmen auf mobile Anwendungen und Services für Veranstalter spezialisiert hat. Als Beispiel nannte er unter anderem Anbieter von Heizungsanlagen, die neben der Hardware auch Services zur Anlagensteuerung anbieten. Oder den Sportartikel-Hersteller adidas, der in einer Roboterfabrik mit Hilfe von 3D-Druckern für jeden Kunden individuelle Schuhe herstellt. Herchenhein riet Unternehmern, ihre Geschäftsmodelle zu prüfen und durch Services zu erweitern. Voraussetzung sei dabei unter anderem, die eigenen Kunden gut zu kennen und den eigenen Daten-Pool optimal zu nutzen.

Wie ein solcher „Datenschatz“ auch mit Hilfe von KI gehoben werden kann, erläuterte Oliver Bracht vom Data-Science-Unternehmen eoda. Das auf diese Weise gewonnene Wissen sei wichtig – um Prognosen zu treffen, Prioritäten zu setzen und Zusammenhänge zu erkennen. Als Beispiel nannte er den Moderversandhändler Zalando, der mit Hilfe einer KI entscheide, welchen Kunden ein Kauf auf Rechnung angeboten wird. In vielen Betrieben „verstecken sich die Daten aber ganz gut“, sagte Bracht. Meistens seien sie ursprünglich nicht erhoben worden, um irgendwann analysiert zu werden. Um diese oft heterogenen Informationsschnipsel in Beziehung zu setzen, hilft Data Science – auch unterstützt von maschinellem Lernen. Bracht verdeutlichte aber auch die Grenzen der KI, die noch „weit davon entfernt ist, wirklich intelligent zu sein“. Denn Erkennen von Kontext, Kreativität und Transferleistungen blieben vorerst noch dem Menschen vorbehalten.