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Wie die Wirtschaft die Corona-
Folgen bewältigen kann

Referent Norbert Müller (advavon) im Gespräch mit der Netzwerk-Vorsitzenden Sabine Fremery-Warnicke (Auto Müller Hüttenberg)
Referent Norbert Müller (advavon) im Gespräch mit der Netzwerk-Vorsitzenden Sabine Fremery-Warnicke (Auto Müller Hüttenberg)

Der Austausch im Netzwerk Wirtschaft funktioniert auch virtuell

Das Netzwerk Wirtschaft Mittelhessen tagte gestern online in Form einer Web-Konferenz, das Thema "Die CoronaPandemie – Wegweiser zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen" des Referenten Norbert Müller (advacon) stieß auf reges Intersse: das zeigen die Anmeldezahlen und die zahlreichen Reaktionen auf den lebendigen Vortrag. Norbert Müller, Geschäftsführer der advacon GmbH & Co. KG und Vorstandsvorsitzender des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien StudiumPlus, dem Unternehmer-Verein hinter dem Dualen Studienangebot der Technischen Hochschule Mittelhessen, erklärte aufgrund seiner Erfahrungen, warum es besonders in der aktuellen Situation so bedeutsam ist, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie schnell, wirkungsstark und nachhaltig zu beseitigen.

stellte er praxisnah dar und diskutierte seine Thesn anschließend in offener Runde.

Der heimische Spitzenmanager konnte die Erfahrungen als Manager wie als Berater in die Waagschale werfen und ermutigte seine Zuhörer, die Krise zu nutzen bestehende Handlungsweisen radikal auf den Prüfstand zu stellen. Dies könne aber nur unter Einbeziehung der Mitarbeiter funktionieren, denn "people are the power!" Um diese zu motivieren, seien Eigenverantwortung und Engagement wichtig, vor allem aber die Umsetzung ihrer Ideen. Darüberhinaus seien die wichtigsten Handlungsfelder finanzielle Stabilisierung, schnelle Markterfolge und Effizienzsteigerung in der Organisation. Vorrang vor allen Maßnahmen müsse jedoch die Sicherung der Liquidät haben.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Vielversprechner Startschuss
der Startup Masterclass

Vielversprechner Startschuss der VentureVilla Masterclass “Internationalisierung – Europäischer Binnenmarkt”

Am Montag startete die VentureVilla Masterclass zum Thema “Internationalisierung – Europäischer Binnenmarkt” in Kooperation mit dem Regionalmanagement Mittelhessen. Mit dabei sind Corvitac aus Hannover und Keimgrün aus Leun in Mittelhessen. Julia Kümper, Geschäftsführerin der VentureVilla in Hannover, begrüßte die Teilnehmer mit den freudigen Worten „Auch ich nehme jedes Mal wieder etwas Neues mit“. Eine spannende und lehrreiche Veranstaltung, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten war, erwartete die Teilnehmer. Benjamin Stuchly, Ökosystemmanager Digital- Gründung-Innovation Mittelhessen DIGIMIT, stellte sich und das Regionalmanagement Mittelhessen ebenfalls vor und wünschte allen einen spannenden Auftakt der Masterclass-Reihe.

Besonders begeistert waren die beiden darüber, dass sie Klaus Wegener, Gründer und CEO von Caseable, für diese tolle Veranstaltung gewinnen konnten. Wegener ist kein Unbekannter in der Region Mittelhessen und feiert ebenfalls international Erfolge mit seinem Unternehmen. Der Name ist hierzulande bekannt durch die traditionsreiche Hutfabrik R.M. Wegener, seit letztem Jahr unter der Führung von Klaus‘ Schwester Theresa Plückhahn. Klaus Wegener selbst hat vor 10 Jahren in New York während seines Studiums gegründet, da ihm die schwarzen Laptophüllen der New Yorker einfach nicht begeistert haben. Die Idee für Caseable, individuell designte Hüllen, war geboren. Doch sein Weg barg viel Hürden und besonders in einem fremden Land mit unbekannten Herausforderungen musste er noch viel lernen. Mittlerweile ist er Mentor bei verschiedenen Organisationen und seit Kurzem auch Mitglied von Founder’s Pledge, wo inhaltliche Unterstützung durch aktive Mitwirkung eine große Rolle spielt. Sein Unternehmen hat Standorte in Deutschland, UK und den USA. Produziert wird nachhaltig in Deutschland. All das macht Klaus Wegener zu einem großartigen Mentor und Supporter für die beiden deutschen Startups, die nun den Weg in die Internationalisierung gehen möchten.

Corvitac hat eine Technologie entwickelt, mit der Mastschweine automatisch gezählt werden können. Keimgrün bietet MicroGreens zum eigenen Anpflanzen an, ihr bekanntestes Produkt ist die GrowGrow Nut. Beide Teams bestehen aus Gründern, die ihre Materie bestens kennen und damit aufgewachsen sind. Sie bringen somit die besten Voraussetzungen mit und sind in Deutschland bereits erfolgreich, doch nun wollen sie ihre Startups auf das nächste Level heben.

In der Auftaktsession der Masterclass stellten sie sich vor und gaben einen Einblick in die Themen, die sie aktuell beschäftigen. Viele Fragen brannten den Teammitgliedern auf den Lippen und Klaus Wegener freute sich sehr, diese zu beantworten und den Startups unter die Arme zu greifen. Die wichtigsten Fragen der Gründer drehten sich um rechtliche Gegebenheiten wie die Einfuhr von Gütern in andere Länder, insbesondere um Zollbelange, sowie das Rechnungswesen und die benötigten Lizenzen für eine Internationalisierung. Ebenfalls wichtig waren die Abwägung von potenziellen Kooperationen im Ausland und die Suche nach Investoren.

Klaus Wegener nahm sich Zeit für jede einzelne Frage und gab den Gründern detaillierte Antworten und, soweit möglich, Kontakte an die Hand, um ihnen die Internationalisierung zu erleichtern und sie vor Stolpersteinen zu bewahren. Er brachte seine eigene Erfahrung mit ein und zeigte Corvitac und Keimgrün auf, welchen Weg sie von hier an einschlagen können. Er steht beiden Teams auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite und hilft gerne bei der Vernetzung mit anderen Akteuren der Szene. Abschließend sagte er, es komme darauf an, wo die Gründer mit ihren Teams in 5 Jahren sein wollen. Danach sollten sie sich ausrichten und Netzwerke aufbauen. Er wünschte allen Teilnehmern viel Erfolg bei ihrem Weg in die Internationalisierung und steht gerne weiterhin bei Fragen zur Verfügung.

Julia Kümper und Benjamin Stuchly bedankten sich für den gelungenen Auftakt dieser ersten von sechs Masterclassessessions zum Thema „Internationalisierung – Europäischer Binnenmarkt“ und freuen sich auf die folgenden Sitzungen, in denen die Expandierungsstrategien der Teilnehmer weiter definiert werden.

Schulen im Weltall trägt zu
MINT-Förderung und Digitalisierung bei

Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, mit EXOLab-Experiment.
Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, lässt sich am Freitag an der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Schule eines der Experimente des EXOLab-Projektes erklären. (Foto: Regionalmanagement Mittelhessen, Tilman Lochmüller)

Projekt ‚Schulen im Weltall‘ verwandelt Schulklassen in fliegende Klassenzimmer

Hessens Digitalministerin Sinemus: „Förderung der MINT-Fächer ist von großer Bedeutung, um die Begeisterung von Schülern und insbesondere Schülerinnen für die Naturwissenschaften zu wecken.“

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus informierte sich an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich über das Projekt ‚Schulen im Weltall‘, das Parallelexperimente auf der Internationalen Raumstation ISS und im Klassenzimmer ermöglicht. Dabei werden verschiedene Experimente von Schülerinnen und Schüler von der 5. bis 10. Klasse im Unterricht und zeitgleich von Astronauten und Astronautinnen auf der ISS durchgeführt. „Deutschland ist nicht nur ein Land der Dichter und Denker, es lebt auch ganz erheblich vom Forscher- und Erfindergeist. Daher ist die Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) von großer Bedeutung, um die Begeisterung von Schülern und insbesondere Schülerinnen für die Naturwissenschaften zu wecken“, betonte Sinemus.

Die Projektverantwortlichen stellen Prof. Dr. Kristina Sinemus in der Bibliothek der Schule die EXOLab-Idee vor. (Foto: Regionalmanagement Mittelhessen, Tilman Lochmüller)
Die Projektverantwortlichen stellen Prof. Dr. Kristina Sinemus in der Bibliothek der Schule die EXOLab-Idee vor. (Foto: Regionalmanagement Mittelhessen, Tilman Lochmüller)

Versuchsentwicklung, praktische Forschung, inhaltlicher Austausch mit anderen ‚Wissenschaftlern‘ aus der ganzen Welt und digitale Ergebnisanalysen - dies sind die Bestandteile von ‚Schulen im Weltraum‘. Die Durchführung der Versuche erfolgt in einem etwa Kinderschuhkarton großen Experimentierkasten (ExoLab). Die Ergebnisse werden auf einer Plattform dargestellt und sind von den Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern stets einsehbar. „Hessen gilt schon immer als Bildungsland. Auch bei der Digitalisierung zeigt sich die Vorreiterrolle im Bildungsbereich. Das beweisen wir auch mit unserem Programm ‚Digitale Schule Hessen‘, um junge Menschen in der digitalen Gesellschaft weiter zu fördern. Beim Netzausbau in Hessen geht es kontinuierlich voran. Wir haben einen klaren Kurs und verfolgen konsequent das Ziel, bis 2022 nahezu alle Schulen an das Highspeed-Netz für die Zukunft anzubinden. Unser Ziel ist es, Schulen in die Lage zu versetzen, alle Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihrer Lehrkräfte an digitale Medien heranzuführen, ihnen die Chancen und Perspektiven neuer Technologien zu eröffnen und letztlich auf ein Leben und Arbeiten in der digitalisierten Welt vorzubereiten", hob Sinemus hervor. „Allein in den letzten neun Monaten konnten wir weitere 600 Schulen mit einer gigabitfähigen Leitung versorgen. Mit Stand Mitte Juli 2020 verfügen inzwischen 1.222 Schulen (61%) über Gigabitanbindung im Vergleich zu 609 Schulen (30%) im Oktober 2019, das bedeutet eine Steigerung um über 100%.
Bei weiteren 708 Schulen (35%) ist der Gigabitanschluss bereits in Planung. Wir sind in Hessen bereits sehr gut aufgestellt und beim Breitbandausbau in hervorragender
Position und wir werden weiterhin zuverlässig in die Zukunftsfähigkeit unseres Landes investieren", ergänzte Sinemus.

Prof. Sinemus im Gespräch mit Schülern (Foto: Regionalmanagement Mittelhessen, Tilman Lochmüller)
Prof. Sinemus im Gespräch mit Schülern (Foto: Regionalmanagement Mittelhessen, Tilman Lochmüller)

Jens Ihle, Geschäftsführer des Regionalmanagement Mittelhessen, erklärte: „Die Förderung des Exolab-Projektes durch den Bundeswettbewerb belohnt die mittelhessische Kooperationskultur, in der in diesem Fall Schulen, die Medienzentren, ein Startup und die regionale Wirtschaft zusammenarbeiten. Wir sind den Förderern,
aber auch den Schulen dankbar, die dieses innovative Angebot für sich entdeckt haben und bereit sind, neue Formen und Inhalte mutig auszuprobieren. Ich finde, es
müsste viele solch interdisziplinäre Angebote an Schulen geben, um die Schülerinnen und Schüler für die Zukunft zu rüsten."

Gruppenbild mit Ministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus sowie Verantwortlichen und Schülern des EXOLab-Projekts in Zeiten des Social Distancing. (Foto: Regionalmanagement Mittelhessen, Tilman Lochmüller)
Gruppenbild mit Ministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus sowie Verantwortlichen und Schülern des EXOLab-Projekts in Zeiten des Social Distancing. (Foto: Regionalmanagement Mittelhessen, Tilman Lochmüller)

Weltweit haben bereits über 100 Schulen mit ca. 11.000 Schülerinnen und Schülern an diesem Projekt teilgenommen. In Mittelhessen sind die ersten sechs Schulen mit3
über 500 Schülerinnen und Schülern gestartet. Namentlich sind dies die Dietrich Bonhoeffer Schule in Lich, die Gesamtschule Gießen Ost, das Alexander von Humbold Gymnasium in Lauterbach, das Johanneum in Herborn, Die Wilhelm Knapp Schule in Weilburg und die Alexander von Humboldt Schule in Aßlar. Weitere Informationen unter http://www.schulenimweltraum.de

Große Resonanz auf
Unterstützerinitiative „JA49“

Stehen hinter dem Lückenschluss der Autobahn: Mitglieder des Arbeitskreises A 49 in der Stadthalle Stadtallendorf
Stehen hinter dem Lückenschluss der Autobahn: Mitglieder des Arbeitskreises A 49 in der Stadthalle Stadtallendorf

Breites Bündnis für den Weiterbau der Autobahn zieht Bilanz nach nur vier Wochen - Arbeitskreis A 49 trifft sich an historischem Datum

Die Initiative für den Lückenschluss der Autobahn A49 ist seit ihrem Start vor einem Monat auf große Unterstützung bei den Menschen in der Region gestoßen. „Vom ersten Tag an haben sich jede Menge Befürworterinnen und Befürworter mit ihren Statements, Fotos und Videos auf der Website, in den sozialen Medien und mit Anrufen bei uns gemeldet“, berichtete der Geschäftsführer des Regionalmanagements Mittelhessen, Jens Ihle beim Treffen des Arbeitskreises A 49, der die Aktion Anfang August gestartet hatte. In dem Arbeitskreis engagieren sich die betroffenen Landkreise, Städte und Gemeinden sowie die Kammern zusammen mit vielen Unternehmen, die ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger seit Jahren auf den Ausbau warten.
Die Initiative gibt all jenen Sichtbarkeit und Stimme, die auf die Entlastung der Straßen und Orte hoffen sowie auf bessere Anbindungen. Die Statements kommen nicht nur aus der vom Bau direkt betroffenen Region im Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Vogelsbergkreis, sondern zum Beispiel auch aus Nordhessen und dem Hinterland, wo Arbeitnehmer und Pendler ebenfalls von kürzeren und schnelleren Anfahrtswegen profitieren.

Viele in der Region wollen „ihre Autobahn“

„Die sofortige Reaktion der Menschen hat unsere Erwartungen übertroffen. Viele Menschen haben sich bedankt, dass sie jetzt gehört werden und sich mit ihren Argumenten zu Wort melden können“, ist sich der Arbeitskreis einig. „Die Zahl der Unterstützer wächst rasant weiter und die Resonanz der Bevölkerung zeigt deutlich: viele in der Region wollen ihre Autobahn.“ Die Menschen schildern in teilweise sehr persönlicher Form, warum sie den Lückenschluss unterstützen und wie sie bisher z.B. auf Grund der starken Durchfahrung ihrer Orte leiden.
Das Hauptargument der Bevölkerung für die Autobahn ist vor allem der Wunsch nach weniger Verkehr, Lärm und Unfallgefahr in den bisher stark befahrenen Orten sowie weniger Fahrzeit auf dem Weg zur Arbeit. Die Unternehmen wünschen sich die A49 wegen einer besseren Anbindung und begrüßen die jetzt endlich erreichte Planungssicherheit.

Statements kommen von direkt Betroffenen

Weiteres Ergebnis der Kampagne: alle Äußerungen kommen von direkt betroffenen Anwohnern. Das unterscheidet sie von den Gegnern der Autobahn, so Ullrich Eitel, Sprecher des Regionalmanagement-Arbeitskreises A49 und Geschäftsführer der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain. „Viele der Besetzer sind erkennbar gar nicht aus unserer Region. Ihre Aussagen klingen nicht immer nach friedlichem Protest, das macht den Anwohnern Angst und schadet unserer Region. Sie sollten jetzt die Rechtsverbindlichkeit der Parlaments- und Gerichtsbeschlüsse anerkennen und den Wald gewaltlos räumen.“

Der Arbeitskreis traf sich in der Stadthalle Stadtallendorf, in unmittelbarer Nähe der Ausstellung, in der die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) über den Weiterbau der Autobahn informiert und ihre Sprechstunden abhält. Vor Ort war auch ein Vertreter der STRABAG Infrastrukturprojekt GmbH, die sich bei einer europaweiten Ausschreibung im Wettbewerb durchgesetzt hat. Als Auftragnehmer des Projektes in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) übernimmt die STRABAG Betrieb und Erhaltung der insgesamt rund 62 Kilometer langen Projektstrecke über einen Zeitraum von 30 Jahren sowie die anteilige Finanzierung der Leistungen. Die Laufzeit des Vertrages begann am 1. September 2020 und damit genau am Tag der Sitzung des Arbeitskreises.
Auf Anregung der Unterstützer gibt es seit kurzem auch Aufkleber, mit denen die betroffenen Menschen öffentlich „JA49“ zeigen können. Diese können wie weitere Informationen unter www.ja49.de angefordert werden.

Vielversprechende Ansaetze
im ersten Regionalforum
Smart Region Mittelhessen

Distanzen überwinden – digitale ehrenamtliche Vernetzung für Teilhabe und Innovation; lautete das Thema des ersten Regionalforum Mittelhessen.
Distanzen überwinden – digitale ehrenamtliche Vernetzung für Teilhabe und Innovation; lautete das Thema des ersten Regionalforum Mittelhessen.

„Distanzen überwinden“ - Regionalmanagement Mittelhessen und digitales.hessen veranstalten erstes mittelhessisches Regionalforum

Am 19.8 richtete das Regionalmanagement Mittelhessen in Kooperation mit der Hessischen Staatskanzlei der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, sowie der Hessen Trade and Invest den ersten Digital Sprint in einem Online Format aus. Der Workshop stand ganz unter dem Thema „Distanzen überwinden“ und beschäftigte sich mit der Thematik ehrenamtlicher Vernetzung für Teilhabe und Innovation.

Die Regionalforen der Staatskanzlei werden in alle 4 Regionen Hessens durchgeführt. Mittelhessen war bereits die dritte Station. Der individuelle Austausch mit den örtlichen Protagonisten genießt in der Konzeption einen besonders hohen Stellenwert. Statt Top Down Problemstellungen, wird ein Bottom Up Ansatz verfolgt. Das Thema des Workshops wurde im Vorfeld im Dialog mit regionalen Vertreter_innen ausgearbeitet. Zu denen auch Mitglieder des mittelhessen.digital Netzwerk gehörten.

Auf die Eröffnung von Frau Dr. Schaad, folgten kurze Impulse, die den Teilnehmern als Anregung für die folgenden Workshops galten. Olaf Kirsch (LK MR-BID) berichtete über Open Government Ansätze als zukunftsgerichtete Verwaltung. Anschließend wurde an Marcus Becker übergeben, der die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Digital Report 2020 des Haus des Stiftens zusammenfasste. Demnach erkennt nur ein Bruchteil an Organisationen die Möglichkeit ihre gesellschaftliche Wirkung zu steigern mithilfe der digitalen Transformation*. Den Abschluss des Input Panels übernahm Lorena von Gordon mit einem kurzen Überblick über die Fördermöglichkeiten der hessischen Landesregierung für ehrenamtlichen Engagement.

Anschließend ging es für die rund 20 Teilnehmer in die Arbeitsphase. In Kleingruppen wurden Konzepte entwickelt, um ehrenamtliches Engagement digital zu unterstützen. Die erarbeiteten Konzepte waren vielseitig. So wurde zum Beispiel die Durchführung von kleinen Hackathons diskutiert, die, von Vereinen initiiert, interessierte Menschen den Zugang zur Vereinsarbeit zunächst über ein kleines Teilprojekt gewähren, ohne Sie direkt über eine lange Zeitspanne an ihr Engagement zu binden.

Nach einer intensiven Arbeitsphase steuerte Herr Ulrich Theiss (Seniorenbeirat LK Gi) im letzten Impuls des Tages einen Beitrag dazu bei, wie er mit seinem Netzwerk ehrenamtlich digitales Know-how vermitteln. Mit diesem Auftakt ging es für die Teilnehmer bereits in die nächste Arbeitsphase. Hier wurde die Problemstellung nun umgedreht. Die zentrale Frage: wie kann die digitale Transformation ehrenamtlich unterstützt werden. Auch hier strickten die Teilnehmer verschiedene Lösungsansätze. Von einem Refurbish Cafe, das alte Hardware wieder lauffähig macht, bis hin zu einem Hybriden Schaufenster, das sowohl akute Problemstellungen, sowie Innovative Best Practice Beispiele beinhaltet wurden viele Ansätze konzipiert.

Insgesamt konnten in dem vierstündigen Format zahlreiche vielversprechende Ideen konzeptioniert werden. Auf diesen Ergebnissen gilt es in der zweiten Sitzung am 7.9 (13:00 Uhr) aufzubauen und den Maßnahmenkatalog zu konkretisieren. Die Ergebnisse der einzelnen Regionalforen werden am 23.09 im Rahmen des diesjährigen Kongress: Digitale Städte – Digitale Regionen der Staatskanzlei präsentiert.

*Quelle: (https://www.hausdesstiftens.org/wp-content/uploads/Digital-Report-2020.pdf)