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Werkstudent als
Social Media Manager (m/w/d)

Die Regionalmanagement Mittelhessen GmbH sucht ab dem nächstmöglichen Termin eine/n

Werkstudent als Social Media Manager (m/w/d)
(Teilzeit, Stundenbasis, Arbeitszeiten an studentischen Stundenplan anpassbar)

  • Sie erstellen die Social Media Strategie im Einklang mit den Unternehmenszielen.
  • Sie tragen Verantwortung für die Entwicklung und Koordinierung der Ausführung sämtlicher Social Media Aktivitäten des Regionalmanagements.
  • Sie sichern die Qualität von Inhalten und reagieren auf Kommentare.
  • Sie fungieren als Schnittstelle zu den PR- und Marketing-Verantwortlichen der RMG.
  • Sie betreuen selbstständig unsere Social Media-Präsenzen und entwickeln diese weiter.
  • Sie konzeptionieren und koordinieren redaktionelle Inhalte spezifisch für Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, den Mittelhessenblog sowie die Pattformen Xing und LinkedIn.
  • Sie führen ein kontinuierliches Reporting und Monitoring von Consumer Generated Content und Social Media Kampagnen durch.

Ihr Profil:

  • Sie interessieren sich für die Region Mittelhessen?
  • Sie nutzen die gängigen Social Media-Plattformen und kennen deren Kommunikationsmöglichkeiten?
  • Sie haben ein großes Interesse an Social Media und konnten bereits erste Erfahrung im SMO-Bereich sammeln?
  • Sie sprudeln vor Ideen und freuen sich auf einen Job, in dem Sie täglich Ihre Kreativität einbringen können?
  • Sie haben ein technisches Verständnis für die Kommunikation mit Webentwicklern und Designern?
  • Sie übernehmen gerne Verantwortung und arbeiten gerne eigenverantwortlich an verschiedenen Projekten?

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung an Jens Ihle -persönlich- Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH, Georg-Schlosser-Str. 1, 35390 Gießen oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Startup-Weekend Mittelhessen:
"Natural Skincare" gewinnt Gründerpreis

Collage mit finalen Online-Pichtes beim Startup-Weekend Mittelhessen 2021. Unten rechts: Erin Schafranek vom Siegerteam "Wild Leaves". Unten links: Investor Noel Zeh beim Interview mit Regionalmanagement-Geschäftsführer Jens Ihle.

Beim diesjährigen Startup-Weekend Mittelhessen am vergangenen Wochenende hat das Hautpflege-Konzept "Wild Leaves" den ersten Platz belegt. Den zweiten Rang sicherte sich mit "Leaf to Product" ebenfalls ein Projekt, das auf Rohstoffe aus der Natur setzt: Das Grundkonzept ist ein neuartiges Verfahren, um Pflanzenfasern aus landwirtschaftlichen Abfallprodukten als Kunststoff-Alternative für die Industrie aufzubereiten. Dritter Sieger ist mit "Scanio" eine App-Idee, die Freunden sportlicher Schuhbekleidung die Suche nach den Wunsch-Sneakern mit fortschrittlicher Mustererkennung erleichtern soll. Insgesamt hatten zehn Teams an der finalen Pitch-Runde, also der Kurz-Vorstellungen der Geschäftsideen, teilgenommen. Die sechste Auflage des mittelhessischen Startup-Weekends, das von der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH (RMG) organisiert wird, musste zum zweiten Mal online stattfinden, konnte aber dennoch wieder mit einem hochkarätigen Panel aufwarten. Insgesamt 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten sich das nicht entgehen lassen.

Insgesamt 25 Ideen kamen beim Auftakttreffen am Freitag, dem so genannten Pitch-Fire, zusammen, aus denen sich über das Wochenende schließlich die zehn finalen Geschäftsideen herauskristallisierten. „Ein sehr guter Wert, sogar mehr als beim analogen Event“, wie Doğan Can Geniş vom Organisationsteam bei der RMG sagte. Das Team sei zuversichtlich, dass die Veranstaltung im kommenden Jahr wieder live vor Ort stattfinden kann – dann in Marburg, wie Benjamin Stuchly, Leiter des Organisationsteams, ankündigte. Als „mittelhessisches Flagschiff“ bezeichnete RMG-Geschäftsführer Jens Ihle das Startup-Weekend, dass durch einen „Super-Pool“ an Partnern, Experten und Talenten weit über die Grenzen der Region hinaus an Bedeutung gewonnen habe. „Ein gutes Sinnbild für unsere Art, Dinge zu tun.“ In diesem Jahr sind dieser Reputation unter anderem die bekannte TV-Journalistin Bärbel Schäfer (Jury) und die Maschmeyer Group um TV-Investor Carsten Maschmeyer (Mentoren) gefolgt.

Insgesamt 13 Speaker und sechs Mentorinnen und Mentoren standen den Gründer-Teams mit Informationen, Trainings und Ratschlägen zur Seite. Zum Auftakt am Freitag erläuterte Julia Kümper, Geschäftsführerin der VentureVilla Accelerator GmbH, zunächst das „Business Model Canvas“ als Grundgerüst für die Entwicklung einer Geschäftsidee. Fragen zur Zielgruppe, Produktion, Marketing, Kosten und Umsatzerwartungen erklärte Kümper anhand einer Übung mit einer fiktiven Geschäftsidee. Allerdings: „Nichts ist in Stein gemeißelt, was für den gesamten Startup-Prozess gilt“, wie die Unternehmerin betonte. Welche Reisen Gründerinnen und Gründer oft hinter sich haben, machte Magdalena Pusch, Mitgründerin und CMO des Tech-Startups Framen, in ihrer Keynote deutlich. Vor fünf Jahren noch als Studentin beim Startup-Weekend Mittelhessen dabei, packte sie anschließen „die Magie des Gründens“, die sie zunächst ins kalifornische Silicon Valley, dann für den Google-Konzern zurück nach Europa brachte.

In Berlin gründete Pusch mit Framen schließlich ihr zweites Startup. Das Unternehmen, das mittlerweile zur Axel-Springer-Gruppe gehört, versorgt Geschäftskunden mit digitalen Werbeflächen. „Am Anfang steht die Idee“, gab sie ihrem Publikum beim SWMH mit auf den Weg, auch wenn dies nicht unbedingt das sein müsse, was man später verkaufe, sondern eher „ein Fundament“. „Schaut Euch den Markt an und wo es Probleme gibt“, empfahl die Entrepreneurin. „Je größer das Problem, desto größer das Potenzial.“ Wichtig sei es auch, die eigene Idee anderen zu präsentieren. „Sharing is Learning“, wie Pusch es formulierte. Eine Idee, die man für sich behalte, habe keinen Wert. Feedback sei auch wichtig, um sicher zu gehen, dass „man nichts entwickelt, was niemand braucht.“

Vor den finalen Pitches am Sonntag erinnerte Bärbel Schäfer im Interview daran, dass es gelte auch bei Gründungen den „Gender-Gap“ zu überwinden. Obwohl es mittlerweile vermehrt Netzwerke für sie gebe, müssten Frauen immer noch deutlich mehr Kraft aufwenden, um sich in der Startup-Szene durchzusetzen. „Männer suchen meist Männer für Ihre Teams“, sagte Schäfer, die nach ihrer Zeit als freie Moderatorin ihre eigene Produktionsfirma gründete. Auch bürokratische Hürden für Gründerinnen und Gründer müssten stärker abgebaut werden. Nicht zuletzt warb die Journalistin auch für eine „bessere Fehlerkultur“: Stehe man beim Gründen in der Verantwortung, gelte eben oft „Learning by Doing“.

Bei den Pitches überwogen auch in diesem Jahr die Ideen für Apps. Umso bemerkenswerter, dass es mit dem ersten und zweiten Platz zwei Ideen in die Spitze gebracht haben, die sich um die Nutzung natürlicher Rohstoffe drehen. Im Portfolio waren diesmal neben den Siegern auch ein neuartiges Konzept zur Digitalisierung von Kassenbons, eine universale App für die Steuerung von Smart-Homes, eine Lern-Anwendung für „Real-Life-Skills“, eine App für eine Nothelfer-Community, eine Applikation für nachbarschaftliches Kochen, eine Dating-App mit Challenge-Anteil nach dem Motto „Tinder trifft TikTok“ und eine umfassende Plattform für Event-Veranstalter und -Besucher dabei. Den drei Gewinnern stellt das Coworking-Unternehmen SleevesUp! Gutscheine bereit; ferner durften Sie sich über Marketing-Workshops im Gesamtwert von rund 3.000 Euro freuen, für die Siegerin gab es zudem zusätzlich einen 1.500-Euro-Guthaben für Investitionen.

Während die Jury arbeitete, sprach Gründer und Investor Noel Zeh über seine Perspektive aufs Gründen. Der Gießener, der sieben Startups auf den Weg gebracht hat und heute Partner beim Venture Capital Fond Alstin Capital ist, empfahl vor allem dem Mittelstand, in Startups zu investieren. „Die Finanzierungslandschaft ist breiter geworden“, sagte Zeh. Als positives Beispiel führte er GraphCMS an: Das beim Startup-Weekend entstandene Headless Content-Management-System ist nach seiner Brutzeit unter anderem im Gründerzentrum der Stadtwerke Gießen mittlerweile eine internationale Erfolgsgeschichte „Made in Mittelhessen“.

Mittelhessen-Mitgliederversammlung
mit Prof. Dr. Harald Lesch

Der Astrophysiker, Autor und Wissenschaftsjournalist Prof. Dr. Harald Lesch sprach während der Mitgliederversammlung des Vereins Mittelhessen über Unberechenbarkeit und die Bedeutung des Regionalen.

Bei Mitgliederversammlung des Vereins Mittelhessen sprach der Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist über „Unberechenbarkeit“ in Zeiten von Pandemie und Klimawandel

Wenn die Mitgliederversammlung eines Vereins online stattfinden muss, machen Inhalte oft den Unterschied. Das galt auch vor kurzem anlässlich des jährlichen Treffens des Vereins Mittelhessen, bei dem neben den Berichten zu Aktivität und Finanzen vor allem der Gastbeitrag von Prof. Dr. Harald Lesch, im deutschen Sprachraum bekannt durch die Sendung „Leschs Kosmos“, im Zentrum stand. „Unberechenbar - das Leben ist mehr als eine Gleichung“lautete sein Thema – nach dem gleichnamigen Buch des Wissenschaftsjournalisten.Neben der allgegenwärtigen Pandemie fand die titelgebende These in Leschs Vortrag auch bei einer anderenzentralenHerausforderung Anwendung: dem Klimawandel.

Natürlich ging es nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzende Dr. Christoph Ullrich in Leschs Rede im Hinblick auf das Thema Unberechenbarkeit zunächst um Covid-19: Kein Mensch habe mit diesem Verlauf der Pandemie und einen derartigen „Einschlag“ gerechnet, sagte der in Mücke aufgewachsene Wissenschaftsjournalist – trotz der Warnungen von Epidemiologen. Doch dass leistungsfähige Präventionsmittel wie der auch in Marburg von Biontech produzierte mRNA-Impfstoff so schnell zur Verfügung stehe, sei eine „tolle Nachricht“. Durch die Impfungwürden die Dinge wieder planbarer. Doch: „Die neue Normalität wird anders sein“, betonte Lesch. Grund sei der Klimawandel.

Sein gemeinsam mit dem Theologen und Philosophen Prof. Dr. Thomas Schwartzverfasstes Buch tragedie Unberechenbarkeit im Titel; so stelle sich die Frage, „wie man trotzdem vernünftig handeln kann“. Der Klimawandel sei längst da, das wüsste nicht nur die Münchner Rückversicherung – die Versicherung der Versicherer –schon länger. „Wir haben also eine Herausforderung, auf die wir reagieren müssen.“ Auch das Bundesverfassungsgericht habe im Wahljahr ein vielbeachtetes Urteil gefällt, in dem es das Klimaschutzgesetz in Teilen für verfassungswidrig erklärte – weil es das Klima nicht ausreichend schütze.

Es muss sich also etwas tun, doch wie? „Wir werden aus den fossilen Energien raus müssen“, wie auch in Mittelhessen an den zahlreichen Windrädern zu sehen sei.Für die Politik stelle sich da die Frage, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit diese Transformation möglichst reibungslos funktioniere. „Es muss einen möglichst sanften Übergang geben“, bei dem sich auch die Frage stelle: „Ist das überhaupt finanzierbar?“ Bemerkenswert sei in diesem Zusammenhang, wie sich in der vergangenen 15 Monaten „die öffentliche Hand bis zur Oberkante Unterlippe verschuldet hat“, um die Gesellschaft als Ganzes zu schützen und unter anderem das Gesundheitssystem vor allem für die Schwächeren leistungsfähig zu halten.

Beim transformativen Handel gehe es also darum, Rahmenbedingungen durch die Politik zu schaffen, damit die Akteure darin „hinreichend planbar“ agieren können – und zwar in einer Situation, in der unklar sei, ob diese Pläne auch ausreichen. Das „Unberechenbare“ sei eben ein Teil dieser komplexen Welt, sagte Lesch als „Spezialist für komplexe Systeme“. Und „für komplexe Probleme gibt es keine einfachen Lösungen.“

Einer Institution wie dem Regionalmanagement käme in diesen transformativen Zeiten so eine besondere Rolle zu. Denn Lesch plädiert dafür „mehr auszuprobieren“, das Ergebnis zu prüfen und gegebenenfalls nachzukorrigieren. Im Regionalen findet „alles vor Ort statt“, könnten Aktionen schneller wahrgenommen und durchgeführt werden. „Kommunale und regionale Netzwerkeseien daher wichtig.Auch damit Demokratie stabil bleiben kann und Menschen „nicht abgehängt werden“. Denn das „Handeln in transformativen Zeiten“ kann schnell unüberschaubar und ungewiss werden–Bedingungen, die Menschen dazu verleiten können, sich zu radikalisieren.

Um „durch unsichere Zeiten gemeinsam gut durchzukommen“ sei das Regionaledaher wichtig, denn die Akteure kennen sich in diesem Umfeld meist persönlich und haben über Jahre Vertrauen zueinander aufgebaut. „Auch das hat etwas mit Überschaubarkeit zu tun.“ Wichtig sein dann auch, „einmal gemeinsam zu feiern“ und zurückzublicken, wenn ein Meilenstein erreicht sei. „Das ist gerade in unberechenbaren Zeiten wichtig.“ In diesem Zusammenhang und mit Blick auf Mittelhessen sei dem Wissenschaftler daher „nicht Bange“. Die Region präge eineRuhe und ein Selbstbewusstsein,das in diesen unsicheren Zeiten absolut richtig sei.

Region Mittelhessen kooperiert
mit ingenieur-abschlussarbeit.de

Erreichen Studierende die Zielgerade ihres Ingenieurstudiums, stehen sie oft vor neuen Herausforderungen: Wie finde ich mein Thema für die Abschlussarbeit? Wo erhalte ich Informationen und Unterstützung? Will ich die Arbeit in einem Unternehmen schreiben – wenn ja, in welchem? Ist der Abschluss in der Tasche, beginnt die Suche nach dem passenden Berufseinstieg: Welches Unternehmen passt? Möchte ich in der Region bleiben oder ziehe ich weg? Die neue Plattform „ingenieur-abschlussarbeit.de“ gibt darauf Antworten und bringt Studium und Wirtschaft zusammen.

„Die Informations- und Karriereplattform begleitet die Studierenden umfassend und kompetent auf ihrem Weg – von der Themensuche, über die Bewerbung im Unternehmen, beim Recherchieren, Zitieren und Publizieren der Arbeit, bis hin zur ersten Arbeitsstelle“, beschreibt Anke Rapsch, Gründerin der Plattform ihr Herzensprojekt. Aus ihrer langjährigen, intensiven Arbeit mit Studierenden kennt die erfahrene Citavi-Trainerin nur zu gut die Herausforderungen, vor denen diese beim wissenschaftlichen Arbeiten stehen: das passende Thema, der Zeitdruck, die Quellenflut, die Angst vorm leeren Blatt, der fehlende rote Faden, die Stolpersteine und Zeitfresser bei Publikationsprojekten. Anke Rapsch weiß aber auch um die Erfolgsfaktoren und hat dafür das neue Netzwerk ins Leben gerufen: „Mit unserem qualifizierten, kostenfreien Angebot aus Ratgeberartikeln, Flipbooks, Video-Tutorials und Live-Webinaren unterstützen und begleiten wir die Studierenden in der Endphase ihres Ingenieurstudiums sachkundig und tatkräftig.“ Für den Start in den Beruf bekommen sie Informationen und Unterstützung rund um Gehalt, Karrierechancen und Bewerbung.

Karrierestart: Beim Wunschunternehmen in der Region

Nach dem begleiteten Abschluss ist vor dem – idealerweise stimmigen – Berufseinstieg. Dazu bildet das Vernetzen und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Wirtschaftsregionen den zweiten Pfeiler der Plattform. Anke Rapsch lässt dabei die bekannten Großkonzerne bewusst außen vor: „Ich möchte den Berufseinsteiger/innen besonders die vielfältigen Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten traditionsreicher Mittelständler, loyaler Familienunternehmen, hochspezialisierter Hidden Champions, innovativer Start-ups und namhafter Forschungsinstitute nahebringen.“ Auch für die Arbeitgeber ist es eine Win-win-Situation. Sie profitieren von jungen Arbeitnehmenden, die frischen Wind, Kompetenz, Kreativität und Innovationsstreben einbringen. Die Spezial-Plattform ingenieur-abschlussarbeit.de bringt Unternehmen in Kontakt mit einer heiß umkämpften Bewerber-Zielgruppe und unterstützt das Employer Branding. Aus diesem Grund ist das Regionalmanagement auch die Kooperation mit der Plattform eingegangen. "Die mittelhessische Wirtschaft ist stark durch die Industrie geprägt. Mit der Kooperation haben wir einen weiteren zielgruppenspezifischen Baustein, dass unsere Region überregional in den Ingenieurswissenschaften wahrgenommen wird.", sagt Christian Piterek, Regionalmanager beim Regionalmanagement Mittelhessen. 

„Die Kooperation mit dem Regionalmanagement Mittelhessen ist ein weiterer wesentlicher Schritt, der Bildung und regionale Wirtschaft noch näher zusammenbringt“, freut sich Anke Rapsch über die Zusammenarbeit. „So bündeln wir unsere Ressourcen, damit sich Potenziale frei und gewinnbringend entwickeln.“ Auf ingenieur-abschlussarbeit.de finden die Studierenden zusätzliche Informationen und Angebote zu Stipendien, Abschlussarbeiten, Förderpreisen, Technologie-Clustern, Karriere- und Jobmessen sowie natürlich von interessanten Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Region.

Mittelhessische Unternehmen können sich auf der Plattform kostenfrei mit Ihrem Logo und Verlinkung darstellen. Bei Interesse können Sie sich bei Anke Rapsch (E-Mail: kontakt@ingenieur-abschlussarbeit.de) melden. 

Weitere Informationen: Ingenieur-abschlussarbeit.de

Industriekultur Mittelhessen:
Aktionsplan für Allianzen mit Wirtschaft

Regionalmanager Christian Piterek war einer der Moderatoren bei der Vorstellung des mittelhessischen Aktionsplans zur Industriekultur.

Das Regionalmanagement Mittelhessen will „neue Allianzen zwischen Industriekultur und Wirtschaft“ fördern. Einen Aktionsplan dazu hat Manuel Heinrich, Projektmanager beim Regionalmanagement, während einer gleichnamigen Online-Veranstaltung in der vergangenen Woche vorgestellt. Mittelhessen sei zwar keine „historische Region“, verfüge aber über eine reiche Geschichte und „lebendige Industriekultur“, betonte Heinrich. Der Plan ist Teil des von der EU geförderten Interreg-Projekts „Thematic Trail Trigger“ (ThreeT), in dessen Rahmen die Projektteilnehmer aus Mittelhessen Gelegenheit hatten, Erfahrungen und Ergebnisse mit Vertretern von Partner-Regionen aus Finnland, Polen, Ungarn, Rumänien, Italien, Malta und Spanien auszutauschen.

Das Interreg-Projekt sei „der beste Weg, die europäische Idee zu erleben“, sagte Heinrich. Der regionale Aktionsplan soll „lebendige Industriekultur als verbindende und identitätsstiftende Klammer zwischen regionaler Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Tourismus“ setzen. In einem Drei-Punkte-Konzept sollen dazu zunächst Allianzen zwischen den regionalen Institutionen und Akteuren ausgebaut werden. „Das Regionalmanagement bietet ein Dach zur Vernetzung und eine Plattform für kooperative Projekte.“ Eine besondere Rolle spiele dabei der Arbeitskreis Industriekultur unter der Leitung von Prof. Dr. Otto Volk. Ziel sei das „Erzeugen von Synergien“ zum Nutzen aller Beteiligten.

Die Idee der Industriekultur als Teil der mittelhessischen Identität zu verbreiten, sei ein weiterer Schritt im Aktionsplan, wie Heinrich weiter erläuterte. Dazu sollen unter anderem die Tage der Industriekultur dienen, die in diesem Jahr wieder vom 1. bis 4. Juli Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit geben sollen, Industrie-Objekte und ihre Geschichte in den mittelhessischen Landkreisen hautnah zu erleben. Zudem seien Planungen für ein Themenjahr Industriekultur im kommenden Jahr im Gange. Als dritten Teil des Aktionsplans definierte Heinrich die Unterstützung von Ankerpunkten der Industriekultur in Mittelhessen wie zum Beispiel das Vulkaneum im Vogelsbergkreis oder die Grube Fortuna im Lahn-Dill-Kreis. Weitere Informationszentren dieser Art seien das Lahn-Marmor-Museum im Kreis Limburg-Weilburg und die Villa Grün in Dillenburg.

„Können wir Leuchttürme zum Strahlen bringen“, warf Manuel Heinrich als Frage in den virtuellen Raum. Erreicht werden soll dies mit einem auf zwei Jahre angelegten Marketing-Projekt „für die Industriekultur im ländlichen Raum Mittelhessens“ – unterstützt durch eben jene Allianzen, die das Interesse an der regionalen Wirtschaft, ein verändertes Freizeitverhalten und einen generellen Trend zu Regionalität mit „authentischen Events“ zur Industriekultur verbinden sollen. Die Erfahrungen, Kontakte und Unterstützung aus dem ThreeT-Projekt habe „viele Dinge möglich gemacht“, fügte Heinrich hinzu.

Von oben links: Moderatorin Kirsten Steimel, Boris Kaiser, Jan Bosch, Manuel Heinrich und Dr. Judith Pizzera
Von oben links: Moderatorin Kirsten Steimel, Boris Kaiser, Jan Bosch, Manuel Heinrich und Dr. Judith Pizzera

Vor der Präsentation des Aktionsplans hatte Prof. Otto Volk, Leiter des Arbeitskreises Industriekultur und wissenschaftlicher Koordinator der Industriekultur in Mittelhessen, betont, wie wichtig eine lebendige Industriekultur ist, damit das Thema nicht „zu einer akademischen Veranstaltung“ werde. „Die Menschen sind wichtig.“ Er appellierte, industriekulturelle Objekte zu erhalten – auch durch neue Nutzungen – und forderte auf, Ideen in diese Richtung zu entwickeln. Die erfolgreiche Netzwerkarbeit würdigte auch Dagmar Meinen, Referentin beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen in ihrem Grußwort. „Die Mitwirkung regionaler und lokaler Akteure sei wichtig für den Projekterfolg.“

In einem Vortrag beschrieb Dr. Judith Pizzera vom Institut für Geografie und Raumforschung der Universität Graz das Spannungsfeld der Industriekultur zwischen Verfall und Inszenierung anhand von europäischen Beispielen. Aber auch Fragen der Ästhetik und der grundsätzlichen „Konträr-Faszination“ von Industriekultur mit ihren Bezügen zur Arbeitswelt und nicht selten auch zerstörerischer Industrieproduktion spielten eine Rolle. Visuell dieser Faszination angenähert hat sich der Fotograf Jan Bosch, der in seinen Bildvorträgen während der Veranstaltung viele Orte mittelhessischer Industriekultur dokumentierte.

Boris Kaiser, von der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE) ergänzte die Online-Runde mit seinem Beitrag über „Kultur- und Kreativwirtschaft in traditionellen Industrieregionen als Treiber für den Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft“ – mit einem Blick auf die Situation in Chemnitz, das 2025 europäische Kulturhauptstadt in Deutschland werden soll. Eine wichtige Erfahrung für die Arbeit der mittelhessischen Kolleginnen und Kollegen hatte er auch im Gepäck: „Menschen zu überzeugen geht nur mit hohem Zeitaufwand und Engagement.“