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Unterschrift
mit Delegation aus Xuchang

Unterzeichnung der Vereinbarung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf Mittelhessenebene im Kreishaus Wetzlar, Rudolf Scharping (RSBK), Landrat Wolfgang Schuster, Bürgermeister Hu Wuyue (Stadtregion Xuchang) (Foto: Tilman Lochmüller)
Unterzeichnung der Vereinbarung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf Mittelhessenebene im Kreishaus Wetzlar, Rudolf Scharping (RSBK), Landrat Wolfgang Schuster, Bürgermeister Hu Wuyue (Stadtregion Xuchang) (Foto: Tilman Lochmüller)

Vereinbarung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf Mittelhessenebene im Kreishaus Wetzlar

Erneut besuchte die chinesische Delegation aus Xuchang in Begleitung von Rudolf Scharping (RSBK – Rudolf Scharping Beratung Kommunikation) die mittelhessische Region. Mehrere Delegations-Besuche auf deutscher und auf chinesischer Seite bildeten die Grundlage für die Unterzeichnung einer Vereinbarung über Wirtschaftskontakte („Memorandum of Understanding“) mit der chinesischen Stadtregion Xuchang. Das Memorandum verschriftlicht die zukünftige Vertiefung der chinesisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen und wurde von Landrat Wolfgang Schuster (Lahn-Dill-Kreis), Bürgermeister HU Wuyue (Stadtregion Xuchang), Rudolf Scharping (RSBK, Strategie Beratung Kommunikation AG) sowie Jens Ihle (Regionalmanagement Mittelhessen) unterzeichnet. Wirtschaftsdezernent Wolfram Dette moderierte im feierlichen Rahmen in Anwesenheit u.a. der Dezernenten des Kreises, der Ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten sowie Dagmar Schmidt, Vorsitzende der deutsch-chinesischen Parlamentariergruppe im Bundestag, die Veranstaltung im Kreistagssitzungssaal in Wetzlar.

In seinem Grußwort sprach Landrat Wolfgang Schuster über die bereits bestehenden wirtschaftlichen Beziehungen einzelner Unternehmen im Lahn-Dill-Kreis mit China. Die Welt bezeichnete er dabei als ein Dorf, das gemeinsam miteinander kooperieren muss, um die Zukunft aller zu sichern. Schuster freute sich über die Anerkennung, das Interesse der Delegation aus Xuchang an Mittelhessen und über deren Besuch im Kreishaus.
Bürgermeister Hu Wuyue stellte seine Stadtregion Xuchang vor: Rund 4,92 Mio. Einwohner hat Xuchang in der Provinz Henan, die insgesamt 100 Mio. Einwohner umfasst. Die Stadt hat mit ihren bisherigen Anstrengungen und Maßnahmen zahlreiche Auszeichnungen erhalten wie z. B. „die Stadt der Kulturen“, „die Stadt der Ökonomie“, „die Stadt des Waldes“ etc. Nun möchte sich Xuchang neben der Vertiefung der Wirtschaftskontakte auf den Ausbau des Gesundheitswesens und des Bildungsbereichs konzentrieren. Aus Sicht von Bürgermeister Hu passt der Zeitpunkt der Vereinbarungsunterzeichnung sehr gut: Nach dem gerade stattgefundenen Parteitag möchte er auf Grund der dort festgelegten Ziele die deutsch-chinesischen Projekte unterstützen. Begeistert zeigte sich Hu von der reizvollen Landschaft Mittelhessens und über Goethes Spuren des „Leiden des jungen Werthers“ in Wetzlar.
Rudolf Scharping, der mit seinem Büro die Kontakte zwischen Xuchang und Mittelhessen hergestellt hat, verdeutlichte die wirtschaftliche Wichtigkeit des jeweiligen Exporthandels für China und für Deutschland. Mit den ausgesprochenen Zielen, die berufliche Ausbildung und das Gesundheitswesen auszubauen, kann sehr gut auf die Erfahrungen in Mittelhessen zurückgegriffen werden, verdeutlichte Scharping. Die Themen bieten ein breites Feld von Kommunikationsmöglichkeiten, wobei die Chance zur Win-Win-Situation für beide Seiten ergriffen werden muss. Scharping wünschte den Partnern eine friedliche, gute und gemeinsame Zukunft.
Jens Ihle verdeutlichte in seinem Grußwort die Stärke der Region Mittelhessen, gerade im medizinischen Bereich. Mittelhessen kann sich mit dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) als drittgrößtes Uni-Klinikum in Deutschland nach Berlin und Hamburg einreihen. Die Universitäten Marburg und Gießen bilden seit fast 450 bzw. 500 Jahren aus und zählen zu den ältesten in Deutschland. Die Studierendendichte der Universitäten zusammen mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und StudiumPlus in Wetzlar beträgt mehr als 71.000 Studierende auf 1 Mio. Einwohner – das ist die größte Studierendendichte in Deutschland. Ihle freute sich bei der Vereinbarung auf die weitere Vernetzung nach außen und auf eine für alle Seiten nützliche Kooperation.
Nach den Grußworten fand die feierliche Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding“ statt.

Delegation in der Leica Erlebniswelt

Noch vor der Unterzeichnung im Kreishaus stand der Besuch des Wetzlarer Traditionsunternehmen Leica auf dem Plan. Die chinesischen Delegation, angeführt von Bürgermeister Hu Wuyue mit ca. zehn weiteren Mitarbeitenden seiner Verwaltung, zeigte sich äußert interessiert an der Entwicklung und Technik der Leica Kamera – insbesondere vor dem Hintergrund der bereits praktizierten deutsch-chinesischen Zusammenarbeit beim Huawei-Smartphone mit der Leica-Optic. Günter Osterloh, ehemaliger Leiter der Leica-Akademie, führte die Delegation durch die Leica-Erlebniswelt, bei der die Fertigung und Montage von Kameras verfolgt werden konnte. Ruud Peters, Mitglied des Vorstandes der Leica Camera AG, berichtete ausführlich über die Ausbaustufen des Leica-Parks einschließlich des aktuellen Hotelbaus. Die Ausstellung historischer Kameras, Objektive und Sportoptikprodukte sowie die Leica-Galerie faszinierte die chinesische Delegation.