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Mittelhessenabend:
Asse sprinten für die Region

Wolfgang Greilich (Vizepräsident des Hessischen Landtags) Kirsten Fründt (Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH), Klaus Repp (Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden), Gudrun Felkl (Laudatorin, Stadt Wetzlar), Jens Ihle (Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH), Mona Althenn (Sprintteam Wetzlar), Dr. Christoph Ullrich (Vorsitzender des Vereins Mittelhessen), Lara Matheis, Martin Rumpf (Laudator, Hessischer Leichtathletik-Verband), Arne Wohlfarth (Laudator, Wetzlarer Neue Zeitung) und Dr. Manuel Lösel (Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium) (von links). (Foto: Tilman Lochmüller / Regionalmanagement Mittelhessen)

Beim IV. Mittelhessenabend im Hessischen Landtag wurden drei neue Botschafterinnen ernannt

Die Leichtathletinnen Gesa Felicitas Krause, Lara Matheis und Lisa Mayer sind beim IV. Mittelhessenabend am Mittwochabend in Wiesbaden zu Botschafterinnen der Region gekürt worden. Der Vorsitzende des gastgebenden Vereins Mittelhessen, Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, übergab Lara Matheis ihre Urkunde vor über 130 Gästen im Hessischen Landtag. Mayer und Krause waren per Video-Botschaft zugeschaltet. Mit den drei Neubotschafterinnen zeigen nun insgesamt 30 Persönlichkeiten aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft als Botschafterinnen und Botschafter ihre Verbundenheit zur Heimatregion.

„Sie gewinnen mit Lisa eine sympathische Frau und eine strahlende Spitzensportlerin“, sagte Gudrun Felkl vom Magistrat der Stadt Wetzlar in ihrer Laudatio über Lisa Mayer. Die 21-Jährige Sprinterin, die mit der 4-mal-100-Meter-Staffel 2017 bei den World Relays auf den Bahamas und beim ISTAF in Berlin Gold für Deutschland holte, aber auch als Einzelstarterin Erfolge feiern konnte, hat sich entschieden, in der Region zu bleiben und bedankte sich mit einer Grußbotschaft aus Italien, wo sie sich derzeit als „Champion des Jahres“ der Deutschen Sporthilfe aufhält. Mit dem Sprintteam Wetzlar wurde eine Institution geschaffen, die Lisa begeistert: „Das Umfeld in Wetzlar bietet perfekte Strukturen für den Leistungssport“, sagte sie. Ihre Urkunde nahm stellvertretend Mona Althenn vom Sprintteam Wetzlar entgegen.

Blick in den Saal beim Mittelhessenabend 2017 im Hessischen Landtag in Wiesbaden (Foto: Tilman Lochmüller/Regionalmanagement Mittelhessen)
Blick in den Saal beim Mittelhessenabend 2017 im Hessischen Landtag in Wiesbaden (Foto: Tilman Lochmüller/Regionalmanagement Mittelhessen)

In seiner Würdigung von Gesa Felicitas Krause erinnerte der Wetzlarer Sportreporter Arne Wohlfarth an die starke Leistung der Hindernisläuferin bei der Weltmeisterschaft in London, die bei einem unverschuldeten Sturz deutlich wurde: „Gesa rappelt sich auf, beißt auf die Zähne, kämpft sich heran und wird letztlich Neunte“. Auf diese Weise und ihre Interviews in der Folge habe sie ein Beispiel für „Größe in der Niederlage, für Fair-Play und für ein anständiges Miteinander“ gegeben. „Ich freue mich sehr auf meine Rolle als Mittelhessen-Botschafterin“, sagte die 25-Jährige Europameisterin 2016, Deutsche Meisterin 2015 bis 2017 und deutsche Rekordhalterin aus ihrem Urlaubsort in Frankreich.

„Lara Matheis überzeugt durch ihre Leistungen und ist insbesondere aufgrund ihres Kampfgeistes die ideale Botschafterin für Mittelhessen“, sagte ihr Laudator Martin Rumpf vom Hessischen Leichtathletik-Verband am Mittwoch. „Den brauchen alle, vom Sportler bis zum Unternehmer“, fügte Rumpf hinzu. Die 25-jährige Sprinterin holte sich bei der Team-Europameisterschaft Gold mit der Mannschaft und der 4-mal-100-Meter-Staffel und sei ein „Paradebeispiel dafür, wie man sich weiter entwickeln kann“: Die gelernte Fitnesskauffrau betreibe den Sport neben ihrer beruflichen Karriere und nehme es dennoch mit „voll geförderten“ Sportlerinnen aus Jamaica und den USA auf. „Es ist es eine große Ehre für mich, Botschafterin zu sein“, sagte Matheis, die bei der TSG Gießen-Wieseck trainiert. „Ich fühle mich sehr wohl hier und gerade nach internationalen Auftritten ist das Krafttanken in der Heimat am besten möglich“

Alle drei neuen Botschafterinnen wollen 2018 bei der Europameisterschaft in Berlin antreten und sorgten auch in den Grußworten für Begeisterung: „Die erfolgreiche Idee der Mittelhessen-Botschafter geht weit über die trockene Form der Wirtschaftsförderung hinaus“, sagte der Vizepräsident des Hessischen Landtags, Wolfgang Greilich. „Ich hoffe, dass es so innovativ weitergeht“, denn „wir gehören zu einer Region mit allen Chancen“, fügte der überzeugte Mittelhesse hinzu. Auch Dr. Manuel Lösel, Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, lobte die Arbeit des Regionalmanagements als „Antreiber“ und ergänzte: „Wir unterstützen das von Seiten der Landesregierung so stark wie es geht.“ Als Beispiel nannte er die Einrichtung einer internationalen Schule: „Die brauchen wir in der Region“, betonte Lösel.

Der Mittelhessen-Vorsitzende und Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich würdigte „das wachsende Netzwerk“ des Vereins: Inzwischen seien 237 Unternehmen, Kommunen, Verbände aber auch Privatpersonen Teil dieses Verbundes. „Wir treffen uns in der Landeshauptstadt, um gemeinsam die mittelhessische Fahne hochzuhalten.“ Und: „Lassen Sie uns über diese tolle Region reden.“ Ein Beispiel seien die ersten Tage der Industriekultur mit Veranstaltungen an über 40 Orten in ganz Mittelhessen. Diese hätten gezeigt, dass „das Thema ‚Produktion‘ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für die Menschen Relevanz hat“.

Mittelhessenabend 2017

Kirsten Fründt, Landrätin und Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH pflichtete Ullrich bei: „Seien es Basalt oder Erz, Optik oder Verpackung, Medizinwirtschaft oder Automotive –  Mittelhessen ist ein produzierender Standort bis hin zur Wirtschaft 4.0 und kann das für seine Identität gebrauchen.“ Das Regionalmanagement sei dabei unverzichtbar: „Hier machen alle mit und gemeinsam Projekte, um als Region wahrnehmbar zu sein.“ Als Beispiel nannte sie aktuelle Themen des Regionalmanagements wie „New Work“ oder die Förderung der Startup-Szene. „Hessische Kampagnen sollen gesamthessisch sein und immer alle Regionen einbeziehen“, appellierte sie. Mittelhessen wolle in diesem Zusammenhang eine „Kompetenzregion Bildung 4.0“ sein und stehe bereit, die Weiterentwicklung der Digitalisierung zusammen mit den Mitgliedern seines Bildungs-Netzwerks umzusetzen.